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Bollinger Bänder: Erklärung, Einstellung und Trading-Strategie

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Bollinger Bänder: Erklärung, Einstellung und Trading-Strategie

Bollinger Bänder: Erklärung, Einstellung und Trading-Strategie

TL;DR

Bollinger Bänder sind ein technischer Indikator aus einem 20-Tage-Durchschnitt (SMA) und zwei Bändern im Abstand von 2 Standardabweichungen, entwickelt von John Bollinger in den 1980er Jahren. Sie zeigen dir, ob ein Markt ruhig oder volatil ist, und der Kurs bleibt laut Faustregel meist innerhalb der Bänder. Ein Squeeze, also besonders enge Bänder, kündigt häufig einen Ausbruch an, doch die Standardeinstellung 20 und 2 gilt bei Kritikern als teils willkürlich und passt nicht zu jedem Trading-Stil.

Laut TradingView messen Bollinger Bänder mit einem 20-Tage-Durchschnitt und zwei Bändern im Abstand von 2 Standardabweichungen, wie ruhig oder schwankend ein Markt gerade ist. John Bollinger entwickelte den Indikator in den 1980er Jahren für den Aktienhandel.

Heute gehört er neben anderen Indikatoren zu den meistgenutzten Werkzeugen der Chartanalyse, wird bei Kritikern aber wegen der teils willkürlichen 20/2-Einstellung hinterfragt.

Bei TradingFreaks lernst du ihn als Baustein eines regelbasierten Gesamtsystems, nicht als alleiniges Signal. Wer strukturiert einsteigen will, startet am besten mit unserem kostenlosen Trading lernen Starterkurs.

Technische Analyse als Grundlage

Bollinger Bänder gehören zur Chartanalyse, auch technische Analyse genannt. Sie basiert auf historischen Marktdaten und funktioniert für jedes Finanzinstrument mit ausreichender Kurshistorie, von Aktien über Devisen bis zu Indizes. Die technische Analyse besteht aus drei Bausteinen, nämlich Chartmustern, Kerzenformationen und Indikatoren wie den Bollinger Bändern.

Zeiteinheiten und wer sie nutzt

Zeiteinheiten reichen von Tick- und Minuten-Charts bis zu Wochen- und Monats-Charts. Übergeordnete Trends erkennst du in höheren Zeiteinheiten leichter als in niedrigeren. Swingtrader arbeiten meist mit höheren Zeiteinheiten, Daytrader und Scalper mit niedrigeren, weil übergeordnete Zeiteinheiten grundsätzlich aussagekräftiger sind als untergeordnete.

Fundamentale Analyse und ihre Rolle

Die fundamentale Analyse ist mindestens so wichtig wie die technische Analyse, wenn nicht wichtiger. Im Forexmarkt spielen Wirtschaftsdaten wie Inflation, Bruttoinlandsprodukt und Arbeitsmarkt eine Rolle, genauso wie Geldpolitik und Geopolitik. Im Aktienmarkt kommen qualitative und quantitative Fundamentalanalyse hinzu.

Warum Fundamentalanalyse im Vordergrund steht

Wir bei TradingFreaks generieren unsere Trade-Ideen hauptsächlich aus der Fundamentalanalyse und nutzen die Chartanalyse, zu der auch die Bollinger Bänder gehören, für das Trade-Management. Diese Kombination passt zu unserer Positionierung als Ausbilder für Newstrading-Strategien auf Basis fundamentaler und makroökonomischer Analyse. Die Bollinger Bänder helfen dir also nicht bei der Trade-Idee selbst, sondern beim Timing von Einstieg und Ausstieg.

Was sind Bollinger Bänder? Definition und Berechnung

Bollinger Bänder sind ein Instrument der technischen Analyse, eine Art Trading-Band oder Umschlag um einen gleitenden Durchschnitt. Der Indikator verbindet das Konzept des Trends mit dem Konzept der Volatilität in einem einzigen Chart-Werkzeug.

Herkunft und Definition

GeVestor beschreibt die Ursprünge so: „Entwickelt wurde die Strategie der Bollinger Bänder von John Bollinger, einem an der Wall Street tätigen Börsenhändler, in den 1980er Jahren.“ Ursprünglich für den Aktienhandel entwickelt, ist er heute ein beliebter Indikator in allen Märkten, inklusive Währungen und Aktien.

Berechnungsformel

Bollinger Bänder bestehen aus einem oberen und einem unteren Band um einen gleitenden Durchschnitt (SMA). Der SMA wird über 20 Tage berechnet. Das untere Band ist der SMA minus 2 Standardabweichungen, das obere Band der SMA plus 2 Standardabweichungen: Bei einem SMA von 100 Punkten und einer Standardabweichung von 5 Punkten liegt das obere Band bei 100 + (2 × 5) \= 110, das untere bei 100 − (2 × 5) \= 90.

Das ideas-Magazin bestätigt dieselbe Rechenlogik und zwar, dass das obere Band durch Addition, das untere Band durch Subtraktion der multiplizierten Standardabweichung entsteht.

Die 85-Prozent-Regel

In der Trading-Praxis gilt als Faustregel, dass der Kurs in rund 85 Prozent der Fälle innerhalb der Bänder bleibt. Diese Zahl stammt aus der Trading-Literatur und ist keine mathematisch strenge Konstante. Das ideas-Magazin nennt für die Standardeinstellung von 2 Standardabweichungen stattdessen einen mathematisch begründeten Wert von 95 Prozent.

Bei einer Normalverteilung deckt dieser Bereich statistisch etwa 95 Prozent der Datenpunkte ab. Nutze die 85-Prozent-Zahl deshalb als ungefährer Richtwert, nicht als exakte Statistik.

Weitere Signale der Bänder

Bollinger Bänder geben dir außerdem Hinweise auf Trendfortsetzung, Trendumkehr, Konsolidierung und Volatilitätsausbrüche. Du kannst sie auch als Unterstützung oder Widerstand nutzen. Abpraller am Band treten häufiger in ruhigen Seitwärtsmärkten auf, während der Kurs im Trend ein Band berühren oder kreuzen kann, ohne zur Mitte zurückzukehren.

Bollinger Bänder in TradingView einrichten

In TradingView zeige ich dir, wie du die Bollinger Bänder in wenigen Schritten einrichtest. Klicke auf „Indikatoren“ und suche nach „Bollinger Bands“, dann fügst du den Indikator per Klick zu deinem Chart hinzu. Die Standardeinstellung 20/2 ist bereits voreingestellt, du kannst Periode und Standardabweichung aber jederzeit anpassen.

Parameter im Reiter „Eingaben“ anpassen

Im Einstellungsmenü findest du die Parameter unter zwei Reitern. Laut TradingView bestimmt der Wert „Länge“ im Reiter „Eingaben“ die Zeiteinheit für den SMA, Standard sind 20 Tage.

Der Wert „StdDev“ im selben Reiter legt die Anzahl der Standardabweichungen fest, mit denen sich oberes und unteres Band vom SMA entfernen, auch hier ist 2 die Standardeinstellung. Im Reiter „Stil“ passt du Farbe, Linienstärke und Sichtbarkeit der einzelnen Bänder an.

Einstellungen für verschiedene Trading-Stile

Die Standardeinstellung 20 und 2 passt nicht zu jedem Trading-Stil gleich gut. Scalper brauchen kürzere Perioden für schnellere Signale, Swingtrader profitieren von längeren Perioden für ruhigere Bänder. In unserer Ausbildung ordnen wir die folgenden Werte als praxisübliche Richtwerte ein, nicht als exklusiv verifizierte Messwerte.

Vergleich: Trading-Stil, Periode (SMA), Standardabweichung, Typischer Zeithorizont.
Trading-StilPeriode (SMA)StandardabweichungTypischer Zeithorizont
Scalping101,5Sekunden- bis Minuten-Chart
Standard / Daytrading202Minuten- bis Stunden-Chart
Swingtrading502,5Tages-Chart

„Sie ist sachlich, erklärt nachvollziehbar, beantwortet Fragen sehr zügig und vermittelt eine sehr klare Struktur hinsichtlich der Vorgehensweise beim Trading.“ - Volker R. auf Trustpilot

Bollinger Bänder Squeeze Strategie

Ein Squeeze signalisiert niedrige Volatilität und deutet auf eine bevorstehende Volatilitätsausweitung hin. Die Bänder liegen dabei ungewöhnlich eng beieinander, weil sich der Kurs kaum bewegt.

Was ein Squeeze anzeigt

Erfahrene Trader wenden Bollinger Bänder auch auf andere Indikatoren an, zum Beispiel den RSI, um ein Squeeze-Signal zusätzlich zu bestätigen. Ein Squeeze allein ist noch kein Handelssignal, sondern eine Vorwarnung. Erst eine zweite Bestätigung, etwa ein RSI-Ausschlag oder eine geschlossene Kerze außerhalb des Bandes, macht daraus ein Setup.

„Sehr schnell wurde aber klar, wie viel Wissen und Struktur hinter diesem komplexen Thema steckt. Hier geht es nicht um Zockerei, sondern um seriöses, regelbasiertes Trading ohne falsche Versprechen.“ - Simone M. auf Trustpilot

Squeeze-Trade-Beispiel DAX und EUR/USD

Das folgende Beispiel ist ausdrücklich konstruiert, um die Logik zu zeigen, keine reale Kurshistorie und keine Empfehlung. Die Bollinger Bänder verengen sich im DAX auf ein Squeeze-Niveau um 18.500 Punkte. Die Kerze schließt oberhalb des oberen Bandes bei 18.560 Punkten, das ist dein Entry.

Stop-Loss mit dem ATR-Wert berechnen

Stop-Loss und Take-Profit lassen sich, wie broker-test.de erklärt, am ATR-Wert ausrichten, statt sie willkürlich zu setzen. Bei einem beispielhaften ATR-Wert von 100 Punkten liegt der Stop-Loss knapp unterhalb dieses Abstands, hier bei 18.460 Punkten (18.560 minus 100), und verhindert so, dass normale Kursschwankungen dich vorzeitig aus dem Trade werfen.

Historische Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. Beachte auch unseren Risikohinweis.

Ausbruchstrategien mit Bollinger Bändern

Ein Ausbruch liegt vor, wenn der Kurs ein Band durchbricht und die Kerze außerhalb des Bandes schließt. Für den Ausstieg kannst du den ATR-Indikator oder ein festes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) nutzen. Fehlausbrüche nach einem Squeeze sind möglich und gehören zum Prozess, nicht zur Ausnahme.

Warum die Kerze schließen muss

Ein reiner Docht über das Band reicht nicht als Bestätigung, weil der Kurs oft wieder ins Band zurückfällt. Erst der Kerzenschluss außerhalb des Bandes zeigt, dass Käufer oder Verkäufer die Kontrolle wirklich übernommen haben. Ein zusätzlicher Blick auf das Volumenprofil hilft dir, den Ausbruch zusätzlich zu bestätigen.

Bollinger Bänder mit RSI kombinieren

Erfahrene Trader kombinieren Bollinger Bänder häufig mit dem RSI, um Ein- und Ausstiegssignale zusätzlich zu bestätigen, statt dem Band allein zu vertrauen. Der RSI markiert Werte über 70 als überkauft und unter 30 als überverkauft, mit einer Standardperiode von 14 Tagen. Trifft ein Bollinger-Band-Signal mit einem RSI-Extremwert zusammen, ist das Setup stärker abgesichert als ein einzelnes Signal allein.

Die Bollinger Bänder liefern dabei das Timing, der RSI die Bestätigung. So kombinierst du zwei unterschiedliche Werkzeuge zu einem nachvollziehbaren Setup.

Zusätzlicher Trendfilter mit gleitendem Durchschnitt

Manche Trader ergänzen diese Kombination um einen gleitenden Durchschnitt als Trendfilter, ungefähr einen 50-Perioden-EMA. Liegt der Kurs über dem EMA, wird nur long gehandelt, darunter nur short.

Das filtert Signale heraus, die gegen den übergeordneten Trend laufen, ersetzt aber keine eigene Teststrategie. Auch dieses Setup ist eine allgemeine Trading-Praxis, keine TradingFreaks-Empfehlung.

Bollinger Bänder vs. andere Volatilitätsindikatoren (ATR, Donchian-Kanal)

Bollinger Bänder sind nicht der einzige Weg, Volatilität zu messen. Der ATR-Indikator und der Donchian-Kanal verfolgen ein ähnliches Ziel, rechnen aber anders. Alle drei bauen auf historischen Kursdaten auf, unterscheiden sich aber in der Berechnungslogik und im typischen Einsatz.

Der ATR-Indikator misst die Volatilität in absoluten Kurswerten statt relativ zum Durchschnitt. Die Berechnung basiert auf der durchschnittlichen True Range über meist 14 Tage. Der Donchian-Kanal bildet sich dagegen aus den Höchst- und Tiefstständen der letzten Perioden, nicht aus einer Standardabweichung.

Vergleich: Indikator, Was er misst, Berechnungsbasis, Typischer Einsatz.
IndikatorWas er misstBerechnungsbasisTypischer Einsatz
Bollinger BänderVolatilität relativ zum gleitenden DurchschnittSMA plus/minus StandardabweichungSqueeze- und Ausbruchserkennung
ATR-IndikatorVolatilität in absoluten KurswertenDurchschnitt der True Range, meist 14 TageStop-Loss- und Take-Profit-Distanzen
Donchian-KanalVolatilität über Kurs-ExtremwerteHöchst- und Tiefststände der letzten PeriodenTrendfolge-Ausbruchssignale

Kritik und Grenzen der Bollinger Bänder

Bollinger Bänder haben trotz ihrer Verbreitung klare Grenzen. Sie liefern keine Garantie für zukünftige Kursbewegungen, sondern nur eine statistische Einordnung der Vergangenheit.

Was Kritiker bemängeln

Laut Experten sind die Vorhersagen der Bollinger Bänder nicht tragfähig genug. Wie GeVestor zusammenfasst: „Die von Bollinger verwendete Standardabweichung stellt sich nicht als beweisbarer Wert, sondern lediglich als unsichere Schätzung der real vorhandenen Abweichung dar.“

Der gleitende Durchschnitt gewichtet ältere Kurse außerdem gleich wie die neuesten und die Parameter 2 Standardabweichungen sowie 20 Tage gelten als teils beliebig. Als Alternative zum SMA nennt der Legacy-Ansatz einen exponentiell gleitenden Durchschnitt.

Warum trotzdem Standardwerkzeug

Trotz dieser Schwachpunkte bleiben Bollinger Bänder ein beliebtes Werkzeug der Charttechnik. Sie gehören zu den meistgenutzten Indikatoren für extreme Kursbewegungen. Ehrlich betrachtet bedeutet das, dass dir der Indikator Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten zeigt und am besten in Kombination mit einer zweiten Bestätigung funktioniert.

„Die Einzelcoachings mit Manuel Kinast helfen mir, mehr Sicherheit und Vertrauen in meinen Trades zu finden, auch wenn mal mehrere Trades hintereinander in Verlust laufen.“ - Nguyen H. auf Trustpilot

Häufig gestellte Fragen

Was sind Bollinger Bänder?

Bollinger Bänder sind ein technischer Indikator aus einem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt und zwei Bändern im Abstand von jeweils 2 Standardabweichungen. John Bollinger entwickelte sie in den 1980er Jahren ursprünglich für den Aktienhandel. Heute setzt du sie in praktisch jedem Markt ein, von Aktien bis Devisen, um Volatilität und mögliche Ausbrüche frühzeitig zu erkennen.

Welche Einstellung eignet sich für Bollinger Bänder?

Die Standardeinstellung ist ein 20-Tage-SMA mit 2 Standardabweichungen und eignet sich gut für Daytrading auf mittleren Zeiteinheiten wie 15-Minuten- oder Stunden-Charts. Scalper nutzen in der Praxis oft kürzere Werte wie 10 Tage und 1,5 Standardabweichungen für schnellere Signale auf sehr kurzen Charts. Swingtrader bevorzugen dagegen längere Werte wie 50 Tage und 2,5 Standardabweichungen, weil das ruhigere, verlässlichere Bänder auf Tages-Charts liefert.

Wie funktioniert die Bollinger-Bänder-Squeeze-Strategie?

Ein Squeeze entsteht, wenn sich die Bänder ungewöhnlich eng zusammenziehen, weil die Volatilität gerade niedrig ist. Das signalisiert eine mögliche bevorstehende Volatilitätsausweitung, ist für sich genommen aber noch kein Handelssignal. Erst wenn der Kurs mit einer geschlossenen Kerze aus dem Band ausbricht, idealerweise bestätigt durch RSI oder ATR, entsteht daraus ein konkretes, handelbares Setup mit klarem Einstieg.

Sind Bollinger Bänder zuverlässig?

Bollinger Bänder sind weit verbreitet, aber nicht unfehlbar, wie auch Kritiker regelmäßig betonen. Sie bemängeln, dass die verwendete Standardabweichung eine unsichere Schätzung bleibt und keine beweisbare, mathematisch exakte Größe. Trotzdem gehören sie zu den meistgenutzten Indikatoren für extreme Kursbewegungen und liefern brauchbare Hinweise, wenn du sie konsequent mit einer zweiten Bestätigung kombinierst.

Kann man Bollinger Bänder mit anderen Indikatoren kombinieren?

Ja, erfahrene Trader kombinieren Bollinger Bänder häufig mit dem RSI, um Ein- und Ausstiegssignale zusätzlich zu bestätigen, statt dem Band allein zu vertrauen. Ein dokumentiertes Beispiel aus der Trading-Praxis nutzt zusätzlich einen 50-Perioden-EMA-Trend als Filter für die Richtung. Auch der ATR-Indikator lässt sich gut ergänzend einsetzen, zum Beispiel für die Berechnung von Stop-Loss- und Take-Profit-Distanzen.

Wie fügt man Bollinger Bänder in TradingView ein?

In TradingView klickst du zuerst auf „Indikatoren“ und suchst in der Liste nach „Bollinger Bands“, die Auswahl findest du meist innerhalb weniger Sekunden. Anschließend fügst du den Indikator per Klick zu deinem Chart hinzu, wobei die Standardeinstellung 20/2 bereits automatisch voreingestellt ist. Periode und Standardabweichung kannst du danach jederzeit über die Indikator-Einstellungen an deinen persönlichen Trading-Stil anpassen.

Wichtige Begriffe

Bollinger Bänder: Ein technischer Indikator aus einem gleitenden Durchschnitt und zwei Bändern im Abstand von Standardabweichungen. Entwickelt von John Bollinger in den 1980er Jahren, zeigt er dir Volatilität, mögliche Trendfortsetzungen und Ausbrüche.

SMA (gleitender Durchschnitt): Der arithmetische Durchschnitt der Schlusskurse über einen festgelegten Zeitraum, bei Bollinger Bändern meist 20 Tage. Er bildet die Mittellinie, um die sich die beiden Bänder legen.

Standardabweichung: Ein statistisches Streuungsmaß, das zeigt, wie stark Kurse um den Durchschnitt schwanken. Bei Bollinger Bändern bestimmt sie den Abstand von SMA zu oberem und unterem Band.

Squeeze: Ein ungewöhnlich enger Abstand zwischen den Bändern, der niedrige Volatilität anzeigt. Er gilt als Vorwarnung für eine mögliche bevorstehende Volatilitätsausweitung, nicht als eigenständiges Handelssignal.

Volatilitätskanal: Ein Kanal aus zwei Linien, der sich mit der Marktvolatilität verengt oder ausweitet. Bollinger Bänder sind ein Beispiel für einen solchen Kanal.

RSI (Relative Strength Index): Ein Oszillator, der überkaufte und überverkaufte Marktphasen anzeigt. In Kombination mit Bollinger Bändern dient er häufig als zweite Bestätigung für ein Setup.

ATR (Average True Range): Ein Indikator, der die Volatilität in absoluten Kurswerten misst, meist über einen Durchschnitt von 14 Tagen. Trader benutzen ihn oft, um Stop-Loss- und Take-Profit-Distanzen festzulegen.

Donchian-Kanal: Ein Volatilitätsindikator aus den Höchst- und Tiefstständen der letzten Perioden, benannt nach Richard Donchian. Er wird häufig für Trendfolge-Ausbruchssignale genutzt.

CRV (Chance-Risiko-Verhältnis): Das Verhältnis zwischen dem potenziellen Gewinn und dem potenziellen Verlust eines Trades. Ein festes CRV hilft dir, Stop-Loss und Take-Profit konsistent zu setzen.

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Quelle: TradingFreaks

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