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Diese Trading Kosten & Gebühren unterschätzen Anfänger (Erklärung und Tipps)

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Diese Trading Kosten & Gebühren unterschätzen Anfänger (Erklärung und Tipps)

Diese Trading Kosten & Gebühren unterschätzen Anfänger (Erklärung und Tipps)

Spread, Ordergebühren und Zinsen: Welche Kosten beim Trading wirklich entstehen und warum sie je nach Tradingstil einen großen Unterschied machen

Trading kostet Geld.

Das klingt zunächst banal, wird von vielen Trading Einsteigern aber unterschätzt.

Denn nicht nur ein schlechter Trade kann dein Konto belasten. Auch die Kosten, die bei jedem Kauf und Verkauf entstehen, wirken sich direkt auf deine Performance aus.

Und genau hier liegt ein wichtiger Unterschied:

Wer wenige Trades über mehrere Tage hält, kann mit denselben Gebühren ganz anders umgehen als ein Scalper, der täglich zahlreiche Positionen eröffnet und wieder schließt.

In unserem aktuellen YouTube Video schauen wir uns deshalb genau an, welche Kosten beim Trading entstehen, wie sich Broker unterscheiden und warum du die Gebührenstruktur immer im Zusammenhang mit deinem Tradingstil betrachten solltest.

🎥 Wenn du dir die Beispiele direkt am Chart ansehen möchtest, findest du das vollständige Video direkt hier:

Welche Kosten entstehen beim Trading?

Wenn du eine Aktie wie Apple kaufst und später wieder verkaufst, entstehen verschiedene Kosten.

Die drei wichtigsten Bausteine sind:

  • der Spread
  • Ordergebühren beziehungsweise Kommissionen
  • Zinsen bei Margin Handel beziehungsweise gehebelten Produkten

Nicht jede dieser Kosten fällt bei jedem Trade in gleicher Form an.

Genau deshalb solltest du vor der Auswahl eines Brokers und einer Trading Strategie verstehen, wofür du tatsächlich bezahlst.

Der Spread: Die erste Kostenfalle für Trader

Starten wir mit dem Spread.

Der Spread ist vereinfacht gesagt die Differenz zwischen dem aktuellen Kaufkurs und Verkaufskurs eines Wertpapiers.

Du siehst also nicht nur einen einzigen Kurs, sondern einen Preis, zu dem du kaufen kannst, und einen anderen Preis, zu dem du verkaufen kannst.

Das hat eine direkte Konsequenz:

Sobald du einen Trade eröffnest, startest du zunächst mit einem kleinen Minus.

Der Grund ist der Spread.

Angenommen, du kaufst eine Aktie zu 100,04 Euro und könntest sie im selben Moment nur für 100,00 Euro verkaufen.

Dann beträgt der Spread 0,04 Euro.

Der Kurs muss sich also zunächst um diesen Betrag in deine Richtung bewegen, bevor du den Spread wieder aufgeholt hast.

Das klingt bei einem einzelnen Trade nach wenig.

Wenn du allerdings sehr viele Trades machst, kann genau dieser kleine Betrag zu einem relevanten Kostenfaktor werden.

Warum Liquidität so wichtig ist

Wie hoch der Spread ausfällt, hängt unter anderem von der Liquidität des jeweiligen Marktes ab.

Je höher das Handelsvolumen und je liquider ein Markt ist, desto enger ist häufig der Spread.

Für Trader ist das ein entscheidender Punkt.

Denn ein enger Spread bedeutet, dass weniger Kosten zwischen deinem Einstieg und einem möglichen Ausstieg liegen.

Bei einer sehr liquiden Aktie wie Apple kann der Spread im regulären Handel entsprechend niedrig sein. Außerhalb der Haupthandelszeiten kann sich die Situation allerdings verändern.

Gerade bei US Aktien solltest du deshalb auch darauf achten, wann du handelst. 👀

Während der Vorbörse können die Spreads beispielsweise deutlich weiter sein als im regulären Handel. Und genau solche Unterschiede solltest du kennen, bevor du eine Strategie darauf aufbaust.

Der Broker kann zusätzliche Kosten verursachen

Der Spread ist allerdings nicht die einzige Kostenkomponente.

Auch dein Broker spielt eine wichtige Rolle.

Je nach Anbieter können zusätzlich sogenannte Ordergebühren oder Kommissionen anfallen.

👉 Dabei gibt es unterschiedliche Modelle.

Manche Broker verlangen beispielsweise einen festen Betrag pro Order. Andere berechnen die Kosten abhängig vom Handelsvolumen oder der Anzahl der gehandelten Aktien.

Ein Beispiel:

Du kaufst 250 Apple Aktien.

Bei einem Broker mit einer volumenabhängigen Kommission können die Kosten anhand der Anzahl der Aktien berechnet werden. Bei einem anderen Anbieter zahlst du möglicherweise einen festen Betrag für die Order.

Das kann bei größeren Positionen oder einer hohen Anzahl an Trades einen deutlichen Unterschied machen.

Deshalb solltest du nicht einfach fragen: „Welcher Broker ist am günstigsten?“

Die bessere Frage lautet: „Welcher Broker bietet für meinen Tradingstil eine passende Kostenstruktur?“

Hebel und Margin: Wann zusätzlich Zinsen entstehen

Ein weiterer Kostenfaktor kommt ins Spiel, wenn du mit Margin oder gehebelten Produkten arbeitest.

Nehmen wir an, du möchtest eine Position im Wert von 10.000 Euro handeln.

Beim klassischen Aktienkauf müsstest du die 10.000 Euro vollständig selbst einsetzen.

Beim Margin Handel kann dagegen ein Teil des Kapitals vom Broker finanziert werden.

Das erhöht deine verfügbare Kaufkraft.

Aber: 👉 Geliehenes Kapital gibt es nicht kostenlos.

Auf den finanzierten Betrag können Zinsen anfallen.

Bei gehebelten Produkten kommen je nach Produkt zusätzlich Finanzierungskosten hinzu.

Diese Kosten sind insbesondere dann relevant, wenn du Positionen nicht nur für wenige Minuten oder Stunden hältst, sondern über mehrere Tage oder Wochen.

Denn je länger eine Position finanziert wird, desto stärker können sich die laufenden Kosten auf das Ergebnis auswirken.

Deshalb solltest du Finanzierungskosten immer kennen und vorab kalkulieren, wenn du einen Trade länger halten möchtest.

Warum dein Tradingstil über die Kosten entscheidet

Jetzt wird es interessant.

Denn die gleichen Gebühren können für unterschiedliche Trader völlig unterschiedlich relevant sein.

Grundsätzlich kannst du drei Tradingstile unterscheiden:

Scalping:
Sehr kurze Haltedauer, häufig nur Sekunden bis Minuten.

Daytrading:
Positionen werden innerhalb eines Tages eröffnet und wieder geschlossen.

Swingtrading:
Positionen werden über mehrere Tage oder Wochen gehalten.

Die Kosten verschwinden bei keinem dieser Stile.

Aber sie verteilen sich unterschiedlich auf die gehandelte Kursbewegung.

Scalping: Kleine Bewegungen, große Bedeutung der Kosten

Stell dir vor, du möchtest bei einer Aktie nur eine sehr kleine Bewegung handeln.

Vielleicht möchtest du beispielsweise 0,10 oder 0,20 Euro Kursbewegung mitnehmen.

Wenn dein Spread bereits einen relevanten Teil dieser Strecke ausmacht, wird es schwierig.

Denn dein Trade muss zunächst die Kosten überwinden, bevor überhaupt ein echter Gewinn entstehen kann.

Bei sehr kurzen Trades können deshalb selbst kleine Kosten einen großen Unterschied machen.

Je kleiner deine geplante Kursbewegung, desto wichtiger werden Spread und Orderkosten.

Das ist einer der Gründe, warum Scalper besonders genau auf die Liquidität und Kostenstruktur ihres Marktes achten müssen.

Daytrading: Die Balance zwischen Bewegung und Kosten

Beim Daytrading sind die gehandelten Bewegungen häufig größer.

Du hältst eine Position beispielsweise für einige Stunden und möchtest eine größere Bewegung innerhalb des Tages nutzen.

Dadurch fallen die Kosten im Verhältnis zur möglichen Kursbewegung weniger stark ins Gewicht.

Trotzdem bleiben sie relevant.

Denn auch ein Daytrader kann durch eine hohe Anzahl an Trades unnötig viel Geld an den Broker zahlen.

Deshalb gilt auch hier:

Nicht möglichst viel handeln, sondern die Kosten im Verhältnis zur erwarteten Bewegung betrachten.

Swingtrading: Mehr Bewegung, weniger Gewicht der kurzfristigen Kosten

Beim Swingtrading werden Positionen häufig mehrere Tage oder Wochen gehalten.

Dadurch können größere Kursbewegungen gehandelt werden.

Der Spread und die Ordergebühr verschwinden natürlich auch hier nicht. Sie machen im Verhältnis zu einer größeren erwarteten Bewegung aber häufig einen kleineren Anteil aus.

Gleichzeitig gewinnen andere Kosten an Bedeutung.

Wer beispielsweise mit Margin arbeitet, muss die Finanzierungskosten über die längere Haltedauer berücksichtigen.

Deshalb hat jeder Tradingstil seine eigene Kostenstruktur.

Es reicht nicht, nur auf die Ordergebühr zu schauen. Du musst die gesamten Kosten zu deiner Strategie in Beziehung setzen.

Ein günstiger Broker ist nicht automatisch der beste Broker

Bei der Broker Auswahl solltest du deshalb nicht ausschließlich auf die Gebühren schauen.

Kosten sind wichtig, aber eben nur ein Teil der Entscheidung.

Weitere Kriterien können beispielsweise sein:

  • Regulierung und Einlagenschutz
  • Kundensupport
  • verfügbare Handelsplattform
  • Orderarten
  • handelbare Märkte
  • Ausführung der Orders
  • Möglichkeiten für Margin oder Leerverkäufe

Ein Broker mit besonders günstigen Konditionen kann für deinen Tradingstil trotzdem ungeeignet sein.

Umgekehrt muss ein Broker mit etwas höheren Kosten nicht automatisch schlecht sein, wenn du dafür Funktionen bekommst, die für deine Strategie entscheidend sind.

Die Frage ist also nicht:

„Wo zahle ich am wenigsten?“

Sondern:

„Welche Kombination aus Kosten, Handelsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen passt zu meiner Strategie?“

Vorsicht bei KI und Broker Vergleichen

Im YouTube-Video gehen wir noch einen Schritt weiter und schauen uns an, wie du die Konditionen verschiedener Broker recherchieren kannst.

Dabei kann auch künstliche Intelligenz hilfreich sein.

Aber hier ist Vorsicht angebracht.

Wenn du eine KI nach aktuellen Broker Konditionen fragst, kann sie auf veraltete oder nicht optimale Quellen zurückgreifen.

Das Ergebnis kann dadurch falsch oder schlicht nicht mehr aktuell sein.

Deshalb gilt:

Nutze die KI als Recherchehilfe, aber nicht als letzte Instanz.

Wenn es um konkrete Gebühren geht, solltest du immer die offiziellen Preis- und Konditionsseiten des jeweiligen Brokers prüfen.

Das ist besonders wichtig, weil sich Gebührenmodelle und Konditionen verändern können.

Gerade bei einem Thema wie Trading Kosten solltest du dich deshalb nicht auf eine einzige Tabelle aus dem Internet verlassen.

Rechne die Kosten deiner Strategie vor dem ersten Trade

Eine der wichtigsten Fragen solltest du dir bereits stellen, bevor du deine Strategie live handelst:

Wie viel muss mein Trade überhaupt bewegen, damit sich der Aufwand lohnt?

Dafür solltest du nicht nur dein geplantes Gewinnziel betrachten.

Auch Spread, Kommissionen und gegebenenfalls Finanzierungskosten gehören in deine Kalkulation.

Ein Trader, der beispielsweise sehr kleine Bewegungen handelt und dabei hohe Kosten verursacht, kann trotz einer vermeintlich guten Trefferquote Schwierigkeiten bekommen.

Genau deshalb gehört Kostenkontrolle genauso zum professionellen Trading wie ein Stop Loss oder eine passende Positionsgröße.

Es geht nicht darum, jeden einzelnen Cent an Kosten zu vermeiden.

Es geht darum, zu verstehen, welchen Einfluss diese Kosten auf deine Strategie haben.

Trading ist keine blinde Zockerei

Gerade für Trading Einsteiger ist dieser Punkt entscheidend.

Trading bedeutet nicht, möglichst schnell eine Position zu eröffnen und darauf zu hoffen, dass der Kurs in die richtige Richtung läuft.

Du brauchst einen Plan.

Dazu gehören unter anderem:

  • ein definiertes Setup
  • ein klarer Einstieg
  • ein Stop Loss
  • ein festgelegtes Risiko
  • ein realistisches Kursziel
  • und eine Kostenstruktur, die zu deiner Strategie passt

Wer diese Punkte ignoriert, macht aus Trading schnell ein Glücksspiel.

Und dann können nicht nur schlechte Trades das Konto belasten.

Auch unnötige Gebühren summieren sich mit der Zeit.

Fazit: Kenne deine Kosten, bevor du deinen Trade startest

Trading Kosten sind kein nebensächliches Detail.

Spread, Ordergebühren und Finanzierungskosten können deine Performance beeinflussen und sollten deshalb bereits bei der Entwicklung deiner Strategie berücksichtigt werden.

Besonders beim Scalping können kleine Kosten einen erheblichen Unterschied machen. Beim Daytrading kommt es auf die Balance zwischen Handelsbewegung und Kosten an. Beim Swingtrading spielen dagegen bei gehebelten Positionen zusätzlich die Finanzierungskosten über die längere Haltedauer eine Rolle.

Der wichtigste Punkt ist deshalb:

Nicht der billigste Broker ist automatisch der beste Broker. Entscheidend ist, ob die Kostenstruktur zu deinem Tradingstil und deiner Strategie passt.

Wenn du Trading von Anfang an strukturiert lernen möchtest, solltest du dich nicht nur mit Einstiegen und Strategien beschäftigen.

Auch Risikomanagement, Brokerwahl und die tatsächlichen Kosten gehören dazu.

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Happy Trading und Investment!

Tim und dein TradingFreaks Team

Quelle: TradingFreaks

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