Ein Trading Journal erstellst du in drei Schritten und zwar indem du eine einfache Tabelle mit sechs Spalten anlegst, sie in der Cloud speicherst und sie fest jede Woche auswertest. Diese Routine, nicht das Werkzeug, durchbricht den Angst-und-Gier-Zyklus schneller als jede bezahlte Software, weil die Gewohnheit zu dokumentieren zählt. Du bekommst dazu ein ausgefülltes Beispiel und die drei häufigsten Gründe, warum andere ihr Journal schon nach zwei Wochen wieder aufgeben, plus eine feste Routine, die direkt zum kostenlosen 7-Tage-Starterkurs führt.
Was gehört in ein Trading Journal und warum brauchst du eins?
Die Daytrading-Tipps für Anfänger zeigen dir die Grundlagen, bevor du mit deinem Journal startest.
Du willst dein Trading Journal erstellen, weil du wissen willst, welches Setup am besten performt, welches Asset den größten Gewinn bringt und welche Gedanken dich beim Traden bremsen. Dein Broker-Verlauf zeigt dir zwar jeden Trade, aber er erklärt dir nicht, warum ein Trade funktioniert hat und ein anderer nicht. Genau diese Lücke schließt ein gut geführtes Journal.
Die meisten Einsteiger erkennen diese Notwendigkeit erst spät oder gar nicht. Wer die Dokumentation von Anfang an zur Gewohnheit macht, legt sich früh die Grundlage für einen strukturierten Alltag.
Warum dein Broker-Verlauf nicht reicht
Ein Broker-Verlauf listet jeden Trade auf, das ist schon richtig. Wenn du nur wissen willst, ob du nach 100 Trades profitabel bist, reicht das auch. Dein Kontostand zeigt dir das schonungslos an, ganz ohne zusätzliche Tabelle.
Willst du dagegen wissen, welches Setup am besten performt, welche Assets den größten Gewinn bringen, welche Uhrzeit die meisten Gewinner liefert und welche Gedanken dich immer wieder behindern, reicht der reine Kontostand nicht mehr aus. Genau diese vier Fragen beantwortet ein Trading Journal, ein Broker-Verlauf nicht. Der Kontostand zeigt dir das Ergebnis, das Journal zeigt dir den Weg dorthin.
Was ein gutes Journal leisten muss
Ein gutes Trading Journal erfasst deine aktuellen Handelsdaten und deinen Plan für jeden einzelnen Trade. Du füllst es idealerweise aus, bevor du die Order platzierst, nicht danach.
TradingFreaks lehrt, dass jeder dokumentierte Trade Einstieg, Risikobegrenzung, Gewinnziel und Trade-Management enthält. Diese Vor-Order-Planung zwingt dich, jeden Trade noch einmal zu überdenken, bevor du den Orderbutton drückst und genau das unterscheidet strukturiertes Trading von einfach mal probieren. Wer seinen Plan erst nach dem Einstieg aufschreibt, dokumentiert nur noch eine Rechtfertigung, keine Entscheidung.
Die 3 Kernvorteile eines Journals
Ein Trading Journal hält deine Gedanken in realen Zahlen fest und bringt drei klare Vorteile:
- Weniger Aktionismus und Sinnlos-Trades
- Einhaltung deines Trading-Setups bzw. deiner Strategie
- Lerneffekt durch regelmäßige Nachbetrachtung
Die Floskel „Plane deinen Trade und trade deinen Plan“ trifft den Kern. Wer seinen Plan vorher aufschreibt, hält sich im Ernstfall eher daran. Auch TradingFreaks-Teilnehmer bestätigen, dass dafür intrinsische Motivation und Disziplin nötig sind, die das Programm von Anfang an klar kommuniziert.
Der psychologische Nutzen: Wie ein Journal den Angst-und-Gier-Zyklus durchbricht
Ein Journal zeigt dir über Zeit, wie gut deine Herangehensweise und Strategie tatsächlich funktioniert, gerade wenn sich Marktbedingungen ändern. Du siehst schwarz auf weiß, welche Muster sich wiederholen, anstatt dich auf dein Bauchgefühl zu verlassen.
„Die Einzelcoachings mit Manuel Kinast helfen mir, mehr Sicherheit und Vertrauen in meinen Trades zu finden, auch wenn mal mehrere Trades hintereinander in Verlust laufen.“ - Nguyen Huynh on Trustpilot
Der Nebeneffekt: Du überprüfst deine eigene Strategie
Das Journal beantwortet zwei Fragen, die du ohne Dokumentation kaum sauber klären kannst. Diese sind: Wie hat sich dein System in einem Trendmarkt und in verschiedenen Zeitrahmen entwickelt? Und sitzen deine Stop-Loss- und Take-Profit-Marken zu eng oder zu weit?
Eines der nützlichsten Merkmale des Journals ist die konkrete Hilfe, destruktive Gewohnheiten in konstruktive zu verwandeln. Du siehst schwarz auf weiß, welches Verhalten dich Geld kostet, und kannst genau daran arbeiten, anstatt denselben Fehler Monat für Monat zu wiederholen.
Ein Beispiel: Der Dispositionseffekt
Viele Trader verkaufen Gewinner-Trades zu früh und halten Verlust-Trades zu lange, in der Hoffnung, dass sich der Kurs noch erholt. In der Verhaltensökonomie gibt es dafür einen eigenen Namen, dieser lautet der Dispositionseffekt. Den Studien zufolge kann gezieltes Feedback die eigenen Handelsleistung abschwächen, etwa in Form eines Trading Journals. Genau das übernimmt dein Journal hier. Es macht sichtbar, wie lange du Gewinne im Vergleich zu Verlusten durchschnittlich hältst.
Mehr Selbstvertrauen durch Struktur
Wenn du deinen Trading-Plan diszipliniert befolgst, wächst dein Selbstvertrauen spürbar. Gewinnbringende Trades fühlen sich nicht mehr zufällig an und Verluste sind geplant, anstatt dich psychisch aus der Bahn zu werfen.
Trading bleibt trotzdem risikobehaftet: Historische Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. Beachte auch unseren Risikohinweis, denn auch ein diszipliniertes System produziert regelmäßig Verlusttrades. Genau das gehört zum Prozess, und ein Journal macht diesen Prozess sichtbar statt beängstigend.
Das Gegenmittel zum Angst-und-Gier-Zyklus
Selbstvertrauen ist das Gegenmittel zum Angst-und-Gier-Zyklus, in dem viele Trader gefangen sind. Angst und Gier sind natürliche, fest verankerte Emotionen, vor Jahrtausenden ein nützlicher Schutzfaktor.
Im Trading sind diese Reflexe eher hinderlich als hilfreich, indem sie dich zu früh verkaufen lassen oder zu lange an einem Verlusttrade festhalten. Ein Journal schützt dich ein Stück weit vor dir selbst und liefert dir das Feedback, um deine Trading-Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln.
Was brauchst du, bevor du startest?
Bevor du loslegst, brauchst du nur drei Dinge: eine Tabellenkalkulation, mit der du sofort arbeiten kannst (Excel, Numbers oder Google Sheets), ein Cloud-Konto wie Dropbox oder OneDrive und rund 10 Minuten Zeit pro Trade für das Ausfüllen.
Das reicht auch neben einem Vollzeitjob. Ein TradingFreaks-Teilnehmer mit Führungsverantwortung und zwei Kindern hat sein Trading nach eigener Aussage schrittweise und in einem für ihn passenden Tempo aufgebaut. Zehn Minuten pro dokumentierten Trade sind damit realistisch, auch mit vollem Terminkalender. Mehr Zeit brauchst du für den Einstieg nicht, wichtiger ist, dass du wirklich anfängst.
1. Schritt: Leg deine Tabelle an
Bevor du dein Trading Journal erstellen kannst, klärst du eine Grundsatzfrage: Führst du dein Journal analog oder digital? Ein Notizbuch mit handschriftlicher Dokumentation ist möglich, macht eine spätere Auswertung aber deutlich mühsamer.
Ich empfehle daher, mit einer einfachen Excel-Tabelle zu starten. Du musst die Dinge zu Beginn nicht verkomplizieren, sondern hältst nur die wichtigsten Parameter fest.
Die wichtigsten Spalten
Halte diese sechs Spalten (Datum, Uhrzeit, Setup/Strategie, Asset (FX-Paar, Aktie und Co.), Ergebnis/Punkte sowie Gedanken/Erläuterungen) konsequent fest. Das reicht für den Start völlig aus.
Excel bietet dir dazu viele Möglichkeiten der Sortierung und Auswertung, etwa nach Setup oder Uhrzeit gefiltert. Diese sechs Spalten wirst du später auch im ausgefüllten Beispiel und in der FAQ wiedererkennen, denn sie bilden das Grundgerüst jedes TradingFreaks-Journals.
Passe die Parameter an deinen Stil an
Nutze bei Bedarf weitere Parameter, die zu deinem eigenen Trading-Stil passen, etwa Marktphase oder Positionsgröße. Die sechs Kernspalten bleiben aber die Basis, auf der jede Erweiterung aufbaut.
Ich rate dir, deine Gedanken möglichst klar zu protokollieren und zwar nicht nur in Stichworten. Das wirkt befreiend und macht dir bestimmte Verhaltensweisen bewusst, sodass du sie gezielt abstellen kannst, anstatt sie beim nächsten Trade zu wiederholen.
2. Schritt: Speichere dein Journal in der Cloud
Wenn du an mehreren Geräten tradest, zum Beispiel am PC, Laptop und Smartphone, muss dein Journal von überall aus erreichbar sein. Cloudlösungen wie Dropbox oder OneDrive erledigen das zuverlässig und synchronisieren automatisch.
Trage ab jetzt wirklich jeden Trade ein, den du gemacht hast, auch wenn du ihn nach zehn Sekunden wieder geschlossen hast, weil er nicht zu deinem Setup passte. Genau das ist der erste Schritt zu diszipliniertem Verhalten und die einzige Möglichkeit, deine Performance nachhaltig zu verbessern.
3. Schritt: Werte dein Journal wöchentlich aus
Die meisten Vollzeittrader machen tägliche Reviews. Sie nutzen das Ende des Handelstages für einen Rückblick, eine ehrliche Analyse und die Vorbereitung auf den nächsten Tag.
Bei Zeitmangel reicht die wöchentliche Auswertung
Mir ist klar, dass dir neben Beruf und Familie oft die Zeit für eine tägliche Auswertung fehlt und das ist völlig in Ordnung. Eine wöchentliche Analyse reicht aus, solange du sie fest einplanst.
Ich nutze dafür gerne den Sonntag, da dies ein ruhiger Tag ohne Kursgezappel ist, an dem ich mich gleichzeitig auf die kommende Handelswoche vorbereiten kann.
Verbinde die Routine mit einem festen Rhythmus
Ein fester Wochentag für die Auswertung ist der Kern jeder Trading-Routine, die sich langfristig hält. Ohne diesen festen Termin verschiebt sich die Auswertung Woche für Woche, bis sie ganz ausfällt.
Ein regelmäßiger Rhythmus, der Journal-Auswertung und Weiterbildung verbindet, hilft dir, genau das zu vermeiden, und macht aus einem guten Vorsatz eine feste Gewohnheit.
Wie sieht dein Trading Journal in der Praxis aus?
So sieht ein ausgefülltes Journal in der Praxis aus. Die unten angegebenen Werte sind ein Beispiel, keine reale Performance-Angabe. Sie zeigen dir nur, wie du die sechs Spalten aus Schritt 1 im Alltag ausfüllst.

Für den Einstieg reicht die eigene Tabelle völlig aus. Wenn du lieber mit einer fertigen Struktur startest, hilft dir unsere fertige Trading-Journal-Vorlage weiter.
Beispiel-Eintrag: DAX-Setup vom Dienstagmorgen
Beispielwerte, keine reale Performance-Angabe:
| Datum | Uhrzeit | Setup/Strategie | Asset | Ergebnis | Gedanken |
|---|---|---|---|---|---|
| 14.07.2026 | 09:35 Uhr | Ausbruch über VortageshochVortagshoch | DAX | +18 Punkte | Setup lehrbuchmäßig, Einstieg nach Bestätigungskerze, Stop-Loss diszipliniert eingehalten |
Die Gedanken-Spalte ist der wichtigste Teil des Beispiels. Anstatt nur „+18 Punkte“ zu notieren, hältst du fest, warum der Trade funktioniert hat. Zum Beispiel schreibst du: Setup lehrbuchmäßig, Einstieg erst nach der Bestätigungskerze, Stop-Loss ohne Zögern gesetzt. Genau diese Details erkennst du beim Broker-Verlauf nicht, im Journal dagegen sofort.
Warum scheitern die meisten am eigenen Trading Journal?
Die meisten selbst gestarteten Journale werden nach wenigen Wochen wieder aufgegeben. In der TradingFreaks-Praxis tauchen dabei immer wieder dieselben drei Ursachen auf, und jede davon lässt sich mit einer konkreten Gegenmaßnahme beheben.
„Keine Augenwischerei, keine falschen Versprechen! Die Ausbildung ist keinesfalls einfach und erfordert viel Disziplin und Entschlossenheit.“ - Robin on Trustpilot
Ursache 1, Das Format ist zu kompliziert
Viele starten direkt mit einer Software, die 30 Felder abfragt und geben nach zwei Einträgen entnervt auf. Die Gegenmaßnahme ist einfach. Du beginnst mit der schlanken 6-Spalten-Tabelle aus Schritt 1, nicht mit einem Rundum-Tool.
Erweitere die Tabelle erst, wenn dir die Basis zur Gewohnheit geworden ist. Komplexität kannst du dir später noch holen, Disziplin am Anfang nicht.
Ursache 2, Es gibt keine feste Routine
Ohne festen Termin verschwindet die Journal-Pflege im Alltagsstress, meist schon in der zweiten Woche. Die Gegenmaßnahme wäre, dass du dir einen festen Wochentag, etwa den Sonntag aus Schritt 3, fest im Kalender blockst.
Ein wiederkehrender Termin macht die Auswertung zur Routine statt zur Entscheidung, die du jede Woche neu triffst und irgendwann verlierst.
Ursache 3, Nur Gewinn-Trades werden dokumentiert
Viele tragen nur die Trades ein, auf die sie stolz sind und lassen Verluste unter den Tisch fallen. Damit fehlent genau die Hälfte der wertvollen InformationenInformation.
Jeder Trade gehört ins Journal, auch abgebrochene. Verlust-Trades liefern erfahrungsgemäß die wertvollsten Lerneffekte, weil sie zeigen, wo dein Setup oder deine Disziplin noch nicht sitzt.
Alternativen zur Excel-Tabelle: Trading-Journal-Software im Vergleich
Neben der eigenen Tabelle gibt es spezialisierte Trading-Journal-Software, die dir einen Teil der Auswertung abnimmt. Die folgende Übersicht zeigt drei bekannte Optionen im Vergleich, jeweils mit Stand der letzten TradingFreaks-Recherche.
Wenn du zusätzlich verschiedene Formate ausprobieren willst, findest du in unserem Artikel zu 5 Varianten fürs Trading-Tagebuch weitere Anregungen.
tradeinsights.net, kostenlos, aber wenig bekannt
tradeinsights.net ist ein wenig bekanntes, kostenloses Trading Journal. Du lädst dort deine Tradehistorie hoch und erhältst automatisierte Auswertungen.
Prüfe vor der Nutzung dennoch die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter. Für den Einstieg reicht ohnehin die eigene Excel-Tabelle aus Schritt 1 völlig aus, tradeinsights.net eignet sich eher als spätere Ergänzung.
Trading Diary Pro, kostenpflichtig, mit Probezeit
Trading Diary Pro ist eine kostenpflichtige Trading-Journal-Software mit einer eigenen kostenlosen 30-Tage-Probezeit. Der Kauf kostet 149 EUR einmalig plus optional 49 EUR jährlichen Support.
Prüfe das aktuelle Preismodell direkt beim Anbieter, bevor du dich entscheidest. Ich finde das für den Anfang jedoch nicht zwingend notwendig, für Einsteiger, die gerade erst die Journal-Gewohnheit aufbauen, ist die kostenlose Tabelle aus Schritt 1 meist der bessere Anfangsschritt.
myfxbook.com, kostenlos für MetaTrader-Nutzer
myfxbook.com integriert sich direkt mit MetaTrader-Handelskonten und ist besonders für FX-Trader sinnvoll, die diese Plattform bereits nutzen. Das Tool liefert Kennzahlen wie Sharpe Ratio und Drawdown automatisch aus deiner Handelshistorie, u.a. aufgeschlüsselt nach Asset und Handelszeit.
Die Sharpe Ratio setzt Ertrag ins Verhältnis zum eingegangenen Risiko. Eine Möglichkeit, Gedanken ausführlich zu protokollieren, bietet myfxbook allerdings nicht, sieh es also als Ergänzung zur eigenen Tabelle, nicht als Ersatz.
| Tool | Kosten | Am besten für | Einschränkung |
|---|---|---|---|
| tradeinsights.net | Kostenlos | Einsteiger ohne Software-Budget | Wenig bekannt |
| Trading Diary Pro | Kostenpflichtig, meist mit Probezeit | Trader, die eine dedizierte Software wollen | Zusatzkosten neben dem Trading selbst |
| myfxbook.com | Kostenlos | FX-Trader mit MetaTrader-Konto | Keine ausführliche Gedanken-Dokumentation möglich |
Profi-Tipp für Scalper und Daytrader: Der Videoscreener
Ich nutze immer wieder einen Videoscreener bei Risikoevents und zeichne im übertragenen Sinn meinen Chart auf, besonders nützlich bei hoher Volatilität. Für Trader mit kurzfristiger Perspektive, die in solchen Phasen handeln, ist das ein hilfreiches Zusatzwerkzeug.
Vorteile des Videoscreeners
Ein Videoscreener hat den charmanten Vorteil, dass ich meine Gedanken, insbesondere Ideen und Ängste, direkt beim Trade aussprechen kann, anstatt sie im Nachhinein zu rekonstruieren. Du siehst außerdem das komplette Kursgeschehen und kannst es später in Ruhe analysieren.
Es gibt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Videoscreener, die Auswahl richtet sich nach deinem Budget und dem gewünschten Funktionsumfang.
Ein Praxis-Hinweis zur Hardware
Die Aufnahme-Software kann die PC-Leistung spürbar beeinträchtigen, was ausgerechnet bei Risikoevents ungünstig ist, wenn du schnell reagieren musst. Nutze deshalb nach Möglichkeit getrennte Hardware.
Handle zum Beispiel am PC und screene parallel am Laptop oder umgekehrt. So bleibt deine Handelsplattform reaktionsschnell, während der Screener im Hintergrund läuft.
Wie ergänzt du dein Journal sinnvoll mit einem Trading Plan?
Neben dem Trading Journal bietet TradingFreaks eine kostenlose Trading-Plan-Vorlage zum Download an. Der Trading Plan ermittelt die richtigen Parameter für deine Strategie und dokumentiert dein Verhalten pro Trade.
Der Unterschied zum Journal ist klar sichtbar. Das Journal dokumentiert, was passiert ist, der Plan legt vorher fest, was passieren soll. Beide zusammen ergänzen sich, du kannst den Plan problemlos parallel zum Journal führen.
Vom Journal zur Strategie: Deine Routine mit dem 7-Tage-Starterkurs
Die wöchentliche Auswertung aus Schritt 3 ist kein Selbstzweck. Sie ist strukturell identisch mit Tag 6 („Strategie“) des kostenlosen 7-Tage-Starterkurses, in dem du eine Checkliste für klare Ein- und Ausstiege sowie eigene Trade-Ideen entwickelst.
„Zweimal wöchentlich gibt es individuelle Live-Sessions, in denen Fragen zu Strategien geklärt werden. Zudem finden regelmäßig zusätzliche Sessions zum aktuellen Marktgeschehen statt.“ - Andreas on Trustpilot
Warum die Struktur des Starterkurses zum Journal passt
Die TradingFreaks-Community zählt inzwischen über 6.000 Teilnehmer, viele davon mit der gleichen Sorge: keine feste Routine für die Auswertung zu finden. Der Starterkurs gibt dir das feste Tages-Curriculum, das deinem Journal erst die Struktur gibt, die es braucht. TradingFreaks trägt bei Trustpilot 4,9 von 5 Sternen bei über 590 Bewertungen (Stand Juni 2026), ein Signal dafür, dass die Routine bei vielen Teilnehmern tatsächlich hält.
Häufig gestellte Fragen zum Trading Journal
Was gehört in ein Trading Journal?
In ein gutes Trading Journal gehören sechs feste Angaben. Diese sind: Datum, Uhrzeit, Setup oder Strategie, das gehandelte Asset, das Ergebnis in Punkten und deine Gedanken zum Trade. Die Gedanken-Spalte ist dabei am wichtigsten, denn sie zeigt dir später, warum ein Trade funktioniert hat oder nicht. Trage diese sechs Punkte am besten schon vor der Order ein, nicht erst danach, damit du deinen Plan wirklich vorher durchdacht hast und nicht nur im Nachhinein rechtfertigst.
Wie oft sollte ich mein Trading Journal auswerten?
Die meisten Vollzeittrader werten ihr Journal täglich aus, meist am Ende des Handelstages, um den Tag zu reflektieren und sich auf den nächsten vorzubereiten. Wenn dir neben Beruf und Familie die Zeit fehlt, reicht eine wöchentliche Auswertung völlig aus. Wichtig ist ein fester Termin, zum Beispiel jeden Sonntag, nicht die Häufigkeit an sich, denn ein verschobener Termin wird schnell zu einem ausgefallenen Termin.
Welche kostenlosen Tools gibt es für ein Trading Journal?
Für den Einstieg reichen kostenlose Tabellenprogramme wie Excel, Numbers oder Google Sheets völlig aus. Daneben gibt es spezialisierte, kostenlose Optionen wie tradeinsights.net und myfxbook.com, die automatisierte Auswertungen direkt aus deiner Tradehistorie erstellen. Prüfe vor der Nutzung dennoch den aktuellen Stand direkt auf der Website des jeweiligen Anbieters, bevor du deine Tradehistorie hochlädst.
Was ist der Unterschied zwischen Trading Journal und Trading Plan?
Ein Trading Journal dokumentiert, was in der Vergangenheit passiert ist, beispielsweise deine tatsächlichen Trades, Ergebnisse und Gedanken dazu. Ein Trading Plan legt dagegen im Voraus fest, wie du eine Strategie umsetzen willst, inklusive der richtigen Parameter für Einstieg, Risiko und Ziel. Beide Dokumente ergänzen sich und lassen sich problemlos parallel führen, ohne dass du doppelte Arbeit hast.
Reicht mein Broker-Verlauf nicht als Trading Journal?
Nein, dein Broker-Verlauf zeigt dir nur das Ergebnis jedes Trades, nicht die Gründe dahinter. Du siehst zwar, ob du profitabel bist, aber nicht, welches Setup am besten performt oder welche Gedanken dich immer wieder behindern. Genau diese Lücke schließt ein Trading Journal, das du vor jedem Trade selbst ausfüllst und das damit mehr Kontext liefert als jede automatische Auswertung.
Wie sieht ein ausgefülltes Trading Journal Beispiel aus?
Ein ausgefülltes Beispiel enthält für jeden Trade Datum, Uhrzeit, Setup, Asset, Ergebnis und Gedanken, etwa ein DAX-Setup an einem Dienstagmorgen mit Ausbruch über das VortageshochVortagshoch und einem Ergebnis von plus 18 Punkten. Am wichtigsten ist die Gedanken-Spalte, weil sie festhält, warum der Trade lehrbuchmäßig verlief und der Stop-Loss diszipliniert gesetzt wurde, nicht nur, wie viele Punkte am Ende dabei herauskamen.
Wichtige Begriffe kurz erklärt
Journal und Plan
Trading Journal: Eine Tabelle oder Software, in der du vor jedem Trade Datum, Setup, Asset und deine Gedanken festhältst. Sie erfasst Handelsdaten und deinen Plan für jeden Trade und macht deine Entscheidungen über Zeit nachvollziehbar.
Trading Plan: Ein Dokument, das im Voraus die richtigen Parameter für eine Strategie festlegt, etwa Einstieg, Risiko und Gewinnziel. Anders als das Journal blickt er nach vorn, nicht zurück.
Setup und Kennzahlen
Setup/Strategie: Die konkreten Regeln, nach denen du einen Trade eröffnest und schließt, etwa ein bestimmtes Chartmuster mit festem Stop-Loss. Ein klares Setup unterscheidet regelbasiertes Trading von spontanem Probieren.
Sharpe Ratio: Eine Kennzahl, die den erzielten Ertrag ins Verhältnis zum eingegangenen Risiko setzt. Tools wie myfxbook.com berechnen sie automatisch aus deiner Handelshistorie.
Übung und Psychologie
Demokonto (Papertrading): Ein Übungskonto, mit dem du Trades ohne echtes Geld simulierst, etwa über TradingView. Es eignet sich, um Setups risikofrei zu testen, bevor du live handelst.
Angst-und-Gier-Zyklus: Das Wechselspiel aus Angst vor Verlusten und Gier nach schnellen Gewinnen, das viele Trader zu unüberlegten Entscheidungen verleitet. Ein Journal macht dieses Muster sichtbar und hilft dir, es zu durchbrechen.
Trage deine ersten Trades noch heute in deiner Journal-Vorlage ein und bau dir mit dem 7-Tage-Starterkurs eine feste wöchentliche Auswertungs-Routine auf. Der kostenlose Kurs gibt dir das Tages-Curriculum, das aus einer guten Absicht endlich eine feste Gewohnheit macht.






