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Das 30-Minuten-Sommer-Trading-Setup: So tradest du auch im Urlaub

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Das 30-Minuten-Sommer-Trading-Setup: So tradest du auch im Urlaub

Das 30-Minuten-Sommer-Trading-Setup: So tradest du auch im Urlaub

So kannst du dein Trading systematisieren und trotzdem mehr Zeit für Urlaub, Familie und Freizeit haben

Wenn du im Urlaub bist, möchtest du wahrscheinlich nicht acht Stunden am Laptop sitzen und Charts beobachten.

Und ehrlich gesagt solltest du das auch nicht müssen. 👀

Denn gutes Trading bedeutet nicht, möglichst viel Zeit vor dem Bildschirm zu verbringen. Im Gegenteil: Wenn dein Trading nur funktioniert, weil du ständig auf den nächsten Einstieg warten musst, fehlt dir möglicherweise etwas Entscheidendes: ein klarer und wiederholbarer Prozess.

Genau deshalb möchte ich dir in diesem Beitrag zeigen, wie ich einen Trade bereits im Vorfeld plane und anschließend nicht mehr permanent auf den Chart schauen muss.

Das funktioniert natürlich nicht nur im Urlaub. Gerade für Berufstätige kann ein solcher Ansatz interessant sein, wenn Trading mit einem normalen Arbeitsalltag vereinbar bleiben soll.

🎥 Du möchtest das Setup direkt am Nasdaq-Chart nachvollziehen? Dann schau dir hier das passende YouTube-Video an.

Trading muss nicht bedeuten, ständig am Bildschirm zu sitzen

Ein häufiger Fehler von Trading-Anfängern ist die Vorstellung, dass man für erfolgreiches Trading möglichst viele Stunden vor den Charts verbringen muss.

Also morgens den Chart öffnen, ständig die Kurse beobachten und darauf warten, dass irgendwann ein Einstieg entsteht.

Genau das kann aber zum Problem werden. Je länger du ohne konkreten Plan auf den Bildschirm schaust, desto größer wird die Gefahr, aus Langeweile oder Ungeduld einen Trade einzugehen, der eigentlich gar nicht zu deinem Regelwerk passt.

Ich gehe deshalb anders vor:

Ich definiere zuerst, wonach ich überhaupt suche. Anschließend warte ich darauf, dass der Markt genau diese Situation zeigt.

Und wenn mein Setup entsprechend vorbereitet ist, kann ich mit vorbereiteten Orders arbeiten, anstatt jede einzelne Kursbewegung verfolgen zu müssen.

Der erste Schritt: Interessante Märkte identifizieren

Bevor ich überhaupt über einen Einstieg nachdenke, brauche ich erstmal eine konkrete Idee. Dafür scanne ich nicht wahllos hunderte Charts, sondern arbeite mit einer überschaubaren Watchlist aus liquiden Märkten, die ich regelmäßig durchgehe und auf interessante Situationen prüfe.

Auf meiner Watchlist stehen zum Beispiel wichtige Indizes, liquide Aktien oder Rohstoffe. Entscheidend ist für mich dabei nicht, dass jeder dieser Märkte gerade stark in Bewegung ist. Ich möchte schnell erkennen können, wo sich aktuell eine interessante Situation entwickelt.

Anschließend gehe ich die Märkte systematisch durch. Dabei schaue ich beispielsweise auf den Stundenchart oder den 4-Stunden-Chart und stelle mir eine einfache Frage:

Befindet sich der Markt gerade an einem Bereich, an dem eine interessante Reaktion entstehen könnte?

Genau hier beginnt die eigentliche Arbeit.

Nicht jeder Kursbereich ist automatisch ein Setup

Ein interessantes Level allein reicht mir noch nicht.

Im Nasdaq hatten wir im Video beispielsweise eine historische Trendlinie und gleichzeitig eine markante Unterstützungs- beziehungsweise Liquiditätszone. Der Kurs näherte sich also einem Bereich, der bereits in der Vergangenheit relevant gewesen war.

Das Entscheidende war deshalb nicht einfach:

„Der Nasdaq ist gefallen, deshalb kaufe ich.“

Sondern vielmehr:

„Der Markt kommt in einen Bereich, an dem mehrere Faktoren zusammenpassen und eine Reaktion interessant werden könnte.“

Genau solche Situationen suche ich.

Ich versuche nicht, jede Bewegung vorherzusagen. Ich möchte Bereiche identifizieren, an denen mein Regelwerk eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Reaktion sieht.

Liquidität kann dabei eine wichtige Rolle spielen

Gerade an markanten Unterstützungen und Widerständen befinden sich häufig viele Orders und Stop-Loss-Positionen.

Der Markt kann ein solches Level deshalb zunächst kurz unterschreiten, Liquidität abholen und anschließend wieder in die ursprüngliche Richtung laufen.

Genau dieses Verhalten kann Bestandteil eines Setups sein.

Statt einfach direkt an der Unterstützung zu kaufen, kann es deshalb sinnvoll sein, einen Einstieg etwas tiefer zu platzieren.

Im Nasdaq-Beispiel habe ich dafür mit einer vorbereiteten Limitorder gearbeitet. Die Idee war, dass der Markt zunächst in die definierte Zone läuft und dort den Einstieg auslöst.

Wichtig ist dabei nicht, dass dieser Trade zwangsläufig funktioniert.

Auch ein gutes Setup kann ausgestoppt werden. Entscheidend ist, dass ich bereits vor dem Einstieg weiß, wo ich kaufen möchte, wo mein Stop-Loss liegt und welches Ziel ich anvisiere.

So wird aus einer Idee ein planbarer Trade

Nehmen wir das Prinzip einmal vereinfacht.

Du hast einen relevanten Bereich identifiziert und möchtest daraus jetzt einen konkreten Trade machen.

Dann definierst du:

  • Einstieg: Wo soll der Trade ausgelöst werden?
  • Stop-Loss: Wo ist deine Trading-Idee eindeutig falsch?
  • Kursziel: Wo möchtest du Gewinne mitnehmen?
  • Chance-Risiko-Verhältnis: Wie groß ist die mögliche Gewinnstrecke im Verhältnis zum Risiko?

Erst wenn diese Punkte feststehen, wird aus einer Beobachtung ein konkretes Setup.

Der Unterschied ist ziemlich einfach:

„Ich glaube, der Nasdaq könnte steigen.“

oder:

„Wenn der Markt in diese Zone läuft, eröffne ich bei diesem Preis eine Position, sichere sie dort ab und nehme den Gewinn an meinem definierten Ziel mit.“

Das Zweite ist eine klare Handelsidee, die du nach deinen Regeln umsetzen kannst.

Der große Vorteil: Du musst nicht permanent zuschauen

Und jetzt kommen wir zurück zum eigentlichen Sommer-Setup.

Wenn dein Trade vollständig vorbereitet ist, musst du nicht zwangsläufig daneben sitzen und jede einzelne Kerze beobachten. Du kannst deine Limitorder platzieren und Stop-Loss sowie Kursziel entsprechend deines Plans festlegen.

Dann kannst du dich wieder anderen Dingen widmen.

Zum Beispiel deiner Familie.

Oder dem Strand. 🌴

Genau deshalb kann ein solcher Ansatz auch für Berufstätige interessant sein. Wenn du jeden Trade komplett manuell begleiten musst, wird Trading schnell schwierig mit einem normalen Arbeitsalltag vereinbar.

Eine vorbereitete Order macht einen Trade natürlich nicht automatisch sinnvoll oder risikofrei. Dein Setup muss zu deinem Regelwerk passen und dein Risiko muss bereits vor dem Einstieg feststehen.

Ein Trade kann nach einer Stunde vorbei sein - oder mehrere Tage laufen

Im Beispiel aus dem Video wurde der Trade relativ schnell ausgelöst und bereits nach ungefähr einer Stunde wieder beendet.

Und genau hier kommen wir zu einem Punkt, den viele Einsteiger unterschätzen:

Du musst nicht jede mögliche Bewegung mitnehmen.

Im Nachhinein hätte der Trade natürlich noch weiterlaufen können. Das bisherige Hoch wäre beispielsweise ebenfalls ein mögliches Ziel gewesen.

Aber ob das für dich sinnvoll ist, hängt von deinem Trading-Stil ab.

Es gibt Scalper, die sehr kurze Bewegungen handeln. Daytrader schließen ihre Positionen normalerweise innerhalb eines Handelstages. Swingtrader lassen ihre Trades dagegen auch mehrere Tage oder Wochen laufen.

Keine dieser Varianten ist automatisch besser.

Du musst den Trading-Stil finden, der zu dir passt und den du langfristig diszipliniert umsetzen kannst.

Wenn du als Daytrader bewusst eine kürzere Strecke mitnimmst, ist das kein Fehler, nur weil der Markt danach noch weiterläuft.

Verpassten Gewinnen nicht hinterhertrauern

Genau hier machen viele Anfänger einen weiteren Fehler.

Der Trade wurde mit einem guten Gewinn beendet, anschließend steigt der Markt aber weiter. Und plötzlich denkt man:

„Hätte ich die Position nur länger gehalten.“

Das Problem ist: Du kannst einen einzelnen Trade im Nachhinein immer optimieren.

Wenn der Markt nach deinem Ausstieg weiter steigt, sieht dein ursprünglicher Ausstieg plötzlich schlecht aus. Wenn der Markt anschließend fällt, wäre dein Ausstieg plötzlich perfekt gewesen.

Du kannst es also immer irgendwie anders bewerten.

Du solltest einen Trade deshalb nicht danach beurteilen, was danach passiert ist, sondern danach, ob du deinen Plan eingehalten hast.

Ein guter Trade kann trotzdem verlieren

Das führt direkt zum nächsten wichtigen Punkt: Ein sauber ausgeführter Trade kann ausgestoppt werden. Und ein schlechter Trade kann zufällig Gewinn bringen.

Das klingt zunächst widersprüchlich, ist aber ein grundlegendes Prinzip des Tradings.

Nehmen wir vereinfacht eine Trefferquote von 55 %. Dann verlierst du immer noch 45 % deiner Trades. Das bedeutet nicht automatisch, dass dein System schlecht ist.

Entscheidend ist, wie hoch deine Gewinne im Verhältnis zu deinen Verlusten sind und ob dein System über eine ausreichend große Anzahl von Trades einen positiven Erwartungswert besitzt.

Vielleicht verlierst du heute, gewinnst morgen und hast danach wieder zwei Verluste. Anschließend kommen drei Gewinne. Genau solche Schwankungen gehören zum Trading dazu.

Deshalb solltest du nicht nach jedem einzelnen Trade dein komplettes Regelwerk infrage stellen.

Die entscheidende Frage lautet: Habe ich mein System konsequent umgesetzt?

Wenn die Antwort Ja lautet, hast du deinen Prozess eingehalten. Ob dieser einzelne Trade am Ende mit einem Gewinn oder Verlust endet, ist für die Bewertung deines Systems zunächst zweitrangig.

So könnte dein Trading-Prozess aussehen

Aus dem gesamten Beispiel lässt sich deshalb ein relativ einfacher Ablauf ableiten:

  1. Märkte und interessante Zonen identifizieren.
  2. Ein konkretes Setup definieren.
  3. Einstieg, Stop-Loss und Kursziel festlegen.
  4. Chance-Risiko-Verhältnis prüfen.
  5. Positionsgröße entsprechend des eigenen Risikos berechnen.
  6. Trade ausführen oder bewusst auslassen.
  7. Ergebnis dokumentieren und über eine größere Anzahl von Trades auswerten.

Der entscheidende Punkt ist dabei nicht, jeden Tag einen Trade zu finden.

Es geht darum, immer wieder nach demselben Prinzip vorzugehen.

An manchen Tagen entsteht dadurch ein Trade. An anderen Tagen eben nicht.

Und auch das gehört zu einem professionellen Trading-Prozess.

Das Sommer-Setup ist eigentlich ein Ansatz für das ganze Jahr

Im Video habe ich dieses Vorgehen bewusst als eine Art „Sommer-Setup“ bezeichnet.

Denn gerade im Urlaub möchtest du nicht ständig am Rechner sitzen.

Aber eigentlich steckt dahinter ein Gedanke, der das ganze Jahr über relevant ist: Trading sollte sich an einen klaren Prozess halten und nicht davon abhängen, wie viele Stunden du vor dem Bildschirm verbringen kannst.

Gerade für Berufstätige kann das ein wichtiger Punkt sein.

Du brauchst nicht jeden Tag neue Setups und musst auch nicht jede Marktbewegung mitnehmen. Entscheidend ist, dass du die Situationen erkennst, in denen dein Regelwerk einen Trade erlaubt.

Und manchmal bedeutet das eben auch, dass du gar keinen Trade machst.

Fazit: Gute Trader brauchen keinen Laptop am Strand

Trading im Urlaub bedeutet nicht, den Laptop mit an den Strand zu nehmen und acht Stunden lang Charts zu beobachten.

Wenn dein Trading-Prozess gut strukturiert ist, kannst du interessante Märkte und Zonen bereits im Vorfeld identifizieren, dein Setup planen und Orders entsprechend vorbereiten.

Noch wichtiger ist aber die Erkenntnis dahinter:

Bewerte nicht jeden einzelnen Trade. Bewerte deinen Prozess.

Ein einzelner Gewinn sagt nichts über die Qualität deiner Strategie aus. Ein einzelner Verlust genauso wenig.

Was zählt, ist die Summe vieler sauber ausgeführter Trades und die Frage, ob du dein System dabei konsequent umgesetzt hast.

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Quelle: TradingFreaks

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