Als Trader einer Macro-FX Strategie achten wir auf Hinweise und Zeichen aus den Fundamentaldaten. Aktuell gibt es vermehrt News einer inversen Zinskurve. Warum das wichtig für die Aktien- und Forexmärkte ist, erfährst du hier.

Als Trader oder Investor wünscht man sich, die richtigen Warnsignale zur richtigen Zeit zu bekommen.

Eines dieser Warnsignale ist eine inverse Zinsstrukturkurve. Was sich dahinter verbirgt und warum es für Trader aller Märkte relevant ist, schauen wir uns nun an.

Was sind Treasuries?

US-Treasuries sind Anleihen oder Schulden, die von der US-Regierung verkauft werden, von denen die meisten einen festen Zinssatz über einen bestimmten Zeitraum zahlen, der von einem Monat bis zu 30 Jahren reicht.

Sie gelten als die sichersten Wertpapiere der Welt, weil sie durch den vollen Glauben und die Anerkennung der US-Regierung unterstützt werden.

Was sind Treasury-Renditen

Die Renditen auf Treasuries, auch „Yields“ genannt, sind ein Maß für die annualisierte Rendite, die ein Anleger für das Halten einer Staatsanleihe bis zur Fälligkeit erwarten kann. Sie dienen auch als Stellvertreter für die Zinssätze.

Die Rendite wird durch den Preis der Anleihe im Verhältnis zum angegebenen Zinssatz bestimmt. Wenn die Anleihenpreise steigen, sinken die Renditen.

Was ist die Treasury-Zinskurve?

Es handelt sich um eine Darstellung der Renditen aller Treasury-Laufzeiten, die von 1-Monat bis hin zu 30-jährigen Anleihen reichen.

Unter normalen Umständen weist sie eine bogenförmige Aufwärtsneigung auf, da die Anleger von Anleihen erwarten, dass sie mehr dafür entschädigt werden, dass sie das zusätzliche Risiko eingehen, Anleihen mit längeren Laufzeiten zu besitzen. Eine 30-jährige Anleihe bringt also typischerweise mehr als eine 1-Monats-Anleihe oder eine 3-Jahres-Anleihe.

Wenn die Erträge weiter außerhalb der Kurve wesentlich höher sind als die in der Nähe der Vorderseite, wird die Kurve als „steil“ bezeichnet. Eine 30-jährige Anleihe wird also eine viel höhere Rendite liefern als eine 2-jährige Note.

Wenn der Abstand oder „Spread“ im Anleihenmarktjargon schmal ist, spricht man von einer „flachen Kurve“. In dieser Situation kann beispielsweise eine 10-jährige Anleihe nur eine geringfügig höhere Rendite bieten als eine 3-jährige Anleihe.

Was ist eine inverse Zinskurve?

In seltenen Fällen fällt die Zinskurve ganz oder teilweise nicht mehr nach oben ab. Dies geschieht, wenn kürzer datierte Renditen höher sind als länger datierte und als „Inversion“ bezeichnet werden.

Inverse Zinsstruktur US

In dieser Woche zeigte die Zinsstrukturkurve erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder eine Invertierung, als die Rendite von 5-jährigen Anleihen unter die von 2- und 3-jährigen Wertpapieren fiel.

Der Rest der Kurve weist noch eine Aufwärtsneigung auf, obwohl sich die Kurve insgesamt seit einiger Zeit verflacht hat.

Warum ist die Inversion wichtig?

Die Umkehrung der Zinskurve ist ein klassisches Signal, dass eine Rezession bevorsteht.

Die US-Kurve hat sich in den letzten 50 Jahren vor jeder Rezession umgekehrt. Es bot nur einmal in dieser Zeit ein falsches Signal.

Wenn die kurzfristigen Renditen über die längerfristigen hinausgehen, signalisiert dies, dass die kurzfristigen Finanzierungskosten teurer sind als die längerfristigen Finanzierungskosten.

Unter diesen Umständen finden Unternehmen es oft teurer, ihre Geschäftstätigkeit zu finanzieren, und Manager neigen dazu, Investitionen zu mildern oder zu verschieben. Auch die Kosten für die Kreditaufnahme der Verbraucher steigen und der Konsum, der mehr als zwei Drittel der US-Konjunktur ausmacht, verlangsamt sich.

Die Wirtschaft schrumpft schließlich und die Arbeitslosigkeit steigt.

Wie schnell tritt die Rezession ein?

Die Wirtschaft hat zwischen 12 Monaten und 24 Monaten gebraucht, um in die Rezession zu fallen, wenn sich die Zinskurve umkehrt.

Außerdem endet die Umkehrung der Kurve oft, bevor eine Rezession beginnt.

Eine Umkehrung der Zinskurve hat keine Macht, die Länge oder Schwere eines Abschwungs vorherzusagen.

Warum kehrt sich die Zinskurve um?

Kurzfristigere Wertpapiere reagieren sehr empfindlich auf die Zinspolitik einer Zentralbank wie der U.S. Federal Reserve.

Länger laufende Wertpapiere werden stärker von den Erwartungen der Anleger an die zukünftige Inflation beeinflusst, da die Inflation für die Inhaber von Anleihen ein Gräuel ist.

Wenn die Fed also, wie schon seit drei Jahren, die Zinsen anhebt, treibt das die Renditen für kürzere Laufzeiten von Anleihen an der Spitze der Kurve nach oben. Und wenn die zukünftige Inflation als eingedämmt angesehen wird, wie es jetzt der Fall ist, weil höhere Fremdkapitalkosten die Wirtschaft belasten dürften, sind die Anleger bereit, am hinteren Ende der Kurve relativ moderate Renditen für lang laufende Anleihen zu akzeptieren.

Diese Dynamik spielt sich derzeit ab, so dass sich die Kurve verflacht und möglicherweise noch weiter als bisher umkehrt.

Die Aktienmärkte haben bereits reagiert und in Kombination mit dem US-China-Handelsstreit für stark sinkende Börsen gesorgt.

Es bleibt spannend…

Weißt du, welche 7 kritischen Fehler dein Tradingkonto gefährden?





HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

16 − sechs =