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Was ist Geldpolitik und wie beeinflusst sie die Finanzmärkte?

Geldpolitik hat enormen Einfluss auf die Finanzmärkte. Dadurch ergeben sich auch Möglichkeiten für das Trading. Hier erfährst du mehr.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Grundlagen der Geldpolitik

3. Auswirkungen der Geldpolitik auf die Finanzmärkte

4. So kannst du geldpolitische Events im Trading nutzen

1. Einleitung

Die Geldpolitik spielt eine entscheidende Rolle in der globalen Wirtschaft und hat einen enormen Einfluss auf die Finanzmärkte.

Es ist wichtig die Prinzipien der Geldpolitik zu verstehen, da sie direkte Auswirkungen auf die Märkte haben können.

In diesem Blogbeitrag werden wir uns eingehend mit diesem Thema beschäftigen und herausfinden, warum es für Trader sehr nützlich sein kann, die Geldpolitik der Zentralbanken zu verfolgen und zu analysieren.

Die Bedeutung der Geldpolitik im Trading

Geldpolitik bezieht sich auf die Maßnahmen und Strategien, die von Zentralbanken ergriffen werden, um die Geldmenge und die Zinssätze in einer Volkswirtschaft zu steuern.

Diese Maßnahmen können erhebliche Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Inflation haben.

Auch Wechselkurse von Währungen und die Aktienmärkte können dadurch beeinflusst werden.

Für Trader ist es von entscheidender Bedeutung, diese Auswirkungen zu verstehen, da sie die Richtung und Volatilität der Finanzmärkte stark beeinflussen.

2. Grundlagen der Geldpolitik

Verständnis der grundlegenden Prinzipien der Geldpolitik ist der Schlüssel, um die komplexen Zusammenhänge zwischen Zentralbanken und den Finanzmärkten zu durchdringen.

In diesem Abschnitt werden wir uns daher genauer mit den Grundlagen der Geldpolitik befassen.

Definition der Geldpolitik

Geldpolitik ist der Prozess, durch den eine Zentralbank die Geldmenge und die Zinssätze in einer Volkswirtschaft steuert, um die wirtschaftliche Stabilität und die Erreichung bestimmter Ziele zu fördern.

Diese Ziele können die Kontrolle der Inflation, die Förderung des Wirtschaftswachstums und des Arbeitsmarktes, sowie die Stabilisierung der Währung sein.

Die Geldpolitik umfasst eine Reihe von Instrumenten und Strategien, die von Zentralbanken eingesetzt werden, um diese Ziele zu erreichen.

Ziele der Geldpolitik

Die Hauptziele der Geldpolitik variieren von Land zu Land, aber sie konzentrieren sich in der Regel auf die folgenden Aspekte:

Preisstabilität: Die Kontrolle der Inflation ist ein vorrangiges Ziel vieler Zentralbanken. Ein moderates Inflationsniveau wird angestrebt, um die Kaufkraft der Währung zu erhalten.

Wirtschaftswachstum: Zentralbanken versuchen, ein angemessenes Wirtschaftswachstum zu fördern, um die Arbeitslosigkeit niedrig zu halten und das allgemeine Wohlstandsniveau zu erhöhen.

Finanzstabilität: Die Stabilität des Finanzsystems ist von entscheidender Bedeutung, um Krisen zu vermeiden. Zentralbanken intervenieren oft, um das Bankensystem zu schützen und die Kreditvergabe zu regulieren.

Wechselkursstabilität: In einigen Ländern ist die Stabilisierung des Wechselkurses ein wichtiger Bestandteil der Geldpolitik, um die Handelsbeziehungen zu fördern.

Instrumente der Geldpolitik

Um diese Ziele zu erreichen, setzen Zentralbanken verschiedene Instrumente ein.

Zinssätze: Durch die Festlegung der Leitzinsen beeinflussen Zentralbanken die Zinsen, zu denen Banken Geld leihen können. Niedrige Zinssätze können die Wirtschaft ankurbeln, während hohe Zinssätze die Inflation dämpfen können. Gleichzeitig können hohe Zinsen aber auch zu einer Abschwächung der Wirtschaft führen, da Investitionen zurückgefahren werden.

Quantitative Lockerung: Die quantitative Lockerung (auch bekannt als "Quantitative Easing" oder "QE") ist eine geldpolitische Maßnahme, bei der eine Zentralbank vermehrt Wertpapiere, in der Regel langfristige Staatsanleihen, am offenen Markt aufkauft, um die Geldmenge in der Wirtschaft zu erhöhen und die Zinsen zu senken. Ziel der quantitativen Lockerung ist es, die Kreditvergabe zu stimulieren, die Wirtschaft anzukurbeln und die Deflation zu bekämpfen. Diese Maßnahme wird häufig in Zeiten wirtschaftlicher Krisen oder niedriger Inflation eingesetzt.

Quantitative Straffung: Die quantitative Straffung (auch bekannt als "Quantitative Tightening" oder "QT") ist das Gegenstück zur quantitativen Lockerung. Es beschreibt eine geldpolitische Maßnahme, bei der die Geldmenge reduziert wird. Dabei wird die Liquidität im Finanzsystem verringert, indem die Zinsen erhöht werden oder das Tempo der Anleihenkäufe zurückgefahren wird. Das Hauptziel der quantitativen Straffung besteht darin, die Inflation zu bekämpfen, die Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern und die Stabilität des Preisniveaus aufrechtzuerhalten. Diese Maßnahme kann jedoch auch dazu führen, dass die wirtschaftliche Aktivität verlangsamt wird und die Arbeitslosigkeit steigt.

3. Auswirkungen der Geldpolitik auf die Finanzmärkte

Die Geldpolitik hat einen signifikanten Einfluss auf die verschiedenen Finanzmärkte weltweit.

In diesem Abschnitt werden wir uns eingehender mit den Auswirkungen der Geldpolitik auf verschiedene Märkte befassen.

Zinspolitik und die Auswirkungen

Geldpolitische Entscheidungen können erhebliche Auswirkungen auf Wechselkurse von Währungen haben.

Die Zinssätze sind eines der wichtigsten Instrumente der Geldpolitik.

Eine Zinshöhung kann dazu führen, dass die Landeswährung für ausländische Investoren attraktiver wird, da höhere Zinsen höhere Renditen bedeuten.

Dies kann zu einer Aufwertung der Währung führen.

Auf der anderen Seite kann eine Senkung der Zinssätze die Währung abwerten, da sie weniger attraktiv für ausländische Kapitalanleger wird.

Anleihenkäufe und ihre Auswirkungen

Zentralbanken führen oft Anleihenkäufe durch, um die Geldmenge zu erhöhen.

Dies kann zu niedrigeren Renditen auf Anleihen führen und Marktteilnehmer dazu veranlassen, in Aktienmärkte zu investieren, um höhere Renditen zu erzielen.

Daher können geldpolitische Lockerungsmaßnahmen, wie die quantitative Lockerung, in der Regel eine positive Wirkung auf den Aktienmarkt haben.

Im umgekehrten Fall können geldpolitische Straffungsmaßnahmen, wie die quantitative Straffung dafür sorgen, dass die Anleiherenditen steigen.

Dies kann dazu führen, dass Kapital aus dem tendenziell eher risikoreicherem Aktienmarkt in den risikoärmeren Anleihemarkt fließt.

4. So kannst du geldpolitische Events im Trading nutzen

Nachdem wir die Grundlagen der Geldpolitik und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte beleuchtet haben, ist es an der Zeit, darüber zu sprechen, wie du als Trader diese Erkenntnisse in deinen Handelsstrategien nutzen kannst.

Wir bei Tradingfreaks sind insbesondere im Newstrading aktiv und handeln unter anderem sogenannte "Risiko-Events".

Bei diesen Risiko-Events handelt es sich um Zinsentscheide, Reden von Zentralbankern oder auch Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten.

Um den Überblick über diese Events zu behalten, empfehlen wir dir, einen Wirtschaftskalender zu nutzen.

Über die Google-Suche findest du eine Vielzahl an kostenlosen Kalendern.

So zum Beispiel den von investing.com => https://de.investing.com/economic-calendar/

Was die Wirtschaftsdaten betrifft, so sind die Inflations- und Arbeitsmarktdaten der jeweiligen Länder sehr wichtig, da der Hauptfokus der Zentralbanken aktuell auf diesen Datensätzen liegt und sie ihre Geldpolitik danach ausrichten.

Nun schauen wir uns noch zwei Beispiele solcher Risiko-Events an, die Überraschungspotential mit sich brachten.

Inflationsdaten Kanada (17.10)

Am Dienstag den 17.10 um 14:30 Uhr wurden die Inflationsdaten aus Kanada veröffentlicht.

Wie du im unteren Screenshot siehst, sind die Daten allesamt niedriger ausgefallen als erwartet. Dies hat den kanadischen Dollar (CAD) unter Druck gesetzt.

Zeitgleich wurden auch die Einzelhandelsumsätze aus den USA veröffentlicht. Dieser Datensatz ist nicht so wichtig für die Fed (US-Zentralbank) und nachhaltige Bewegungen blieben in der Vergangenheit meist aus.

Allerdings gab es diesmal eine größere Abweichung zur Prognose, was zu Aufwärtsdruck im USD führte.

Im Währungspaar USD/CAD gab es dementsprechend um 14:30 Uhr eine starke Momentum-Bewegung nach oben. Der USD war in diesem Fall die starke und der CAD die schwache Währung.

Der Aufschwung setzte sich noch einige Minuten fort, bis es dann schließlich am Widerstandslevel bei 1.3700 zu einer Korrektur kam.

USD/CAD im 5-Minutenchart (M5)

Zinsentscheid SNB (21.09)

Am 21.09 um 09:30 Uhr kam es zum Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB).

Der Markt erwartete, dass der Leitzins unverändert bei 2,00% belassen wird. Dieses Szenario war nahezu vollständig eingepreist.

Überraschenderweise wurde dann aber der Leitzins um 25 Basispunkte (0,25%) gesenkt. Dabei handelt es sich um eine expansive Maßnahme der Zentralbank.

Der Schweizer Franken (CHF) hat in Folge dieser Entscheidung abgegeben, was im unteren Screenshot des Währungspaares USD/CHF zu erkennen ist.

USD/CHF im 5-Minutenchart (M5)

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