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Aktien Trading: Wie berechne ich die Positionsgröße richtig?

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Aktien Trading: Wie berechne ich die Positionsgröße richtig?

Aktien Trading: Wie berechne ich die Positionsgröße richtig?

So berechnest du deine Positionsgröße wie ein Profi

Viele Trading-Anfänger verbringen Stunden damit, nach dem perfekten Einstieg oder der nächsten vielversprechenden Aktie zu suchen. Dabei wird ein entscheidender Faktor häufig unterschätzt: die richtige Positionsgröße.

Denn selbst die beste Trading-Idee kann langfristig scheitern, wenn das Risiko pro Trade nicht sauber kalkuliert ist. Genau deshalb gehört ein professionelles Risikomanagement zu den wichtigsten Grundlagen im Trading.

In unserem aktuellen YouTube-Video zeigen wir dir anhand eines Praxisbeispiels, wie wir unsere Positionsgrößen im Trading berechnen und warum sich viele Anfänger dabei unnötig schwer tun. Die wichtigsten Erkenntnisse haben wir in diesem Blogbeitrag noch einmal für dich zusammengefasst.

🎥 Wenn du dir die Beispiele lieber direkt am Chart ansehen möchtest, findest du das Video direkt hier:

⚠️ Warum der Aktienkurs kaum etwas über dein Risiko aussagt

Viele Trader machen denselben Fehler.

Sie sehen zwei Aktien, die auf einem ähnlichen Kursniveau notieren, und gehen automatisch davon aus, dass sie beide mit derselben Positionsgröße handeln können.

Doch genau das ist der Denkfehler.

Entscheidend ist nicht, wie teuer eine Aktie ist, sondern wie stark sie sich bewegt.

Eine Aktie kann bei über 1.000 US-Dollar notieren und trotzdem deutlich weniger schwanken als eine andere Aktie auf einem ähnlichen Preisniveau.

Für dich als Trader bedeutet das:

  • Ein anderer Stop-Loss.
  • Eine andere Positionsgröße.
  • Ein anderes Risiko.

Professionelle Trader orientieren sich deshalb niemals ausschließlich am Aktienkurs.

Volatilität ist der entscheidende Faktor

Wenn es um die richtige Positionsgröße geht, spielt die Volatilität eine wesentlich größere Rolle als der eigentliche Kurs.

Die Volatilität beschreibt die durchschnittliche Schwankung eines Marktes innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Je stärker sich eine Aktie bewegt, desto kleiner sollte deine Position gewählt werden. Ruhigere Aktien erlauben dagegen häufig eine größere Stückzahl – bei identischem Risiko.

Das Ziel lautet immer:

Jeder Trade sollte dasselbe Risiko haben – unabhängig davon, welchen Markt du handelst.

📈Praxisbeispiel: Goldman Sachs und Micron

Schauen wir uns das einmal anhand eines Beispiels an.

Im Video vergleichen wir die beiden US-Aktien Goldman Sachs und Micron. Beide notierten zum Zeitpunkt der Aufnahme auf einem ähnlichen Kursniveau.

Trotzdem zeigte sich ein entscheidender Unterschied.

Micron schwankte innerhalb desselben Zeitraums deutlich stärker als Goldman Sachs. Die Volatilität war also wesentlich höher.

Die Konsequenz:

  • Bei Goldman Sachs könnte eine größere Positionsgröße gewählt werden.
  • Bei Micron müsste die Position entsprechend kleiner ausfallen.
  • So bleibt das Risiko pro Trade trotz unterschiedlicher Schwankungen identisch.

Wer einfach dieselbe Stückzahl kauft, geht bei einer der beiden Positionen automatisch ein höheres Risiko ein.

Genau deshalb berechnen professionelle Trader jede Position individuell.

Der ATR-Indikator hilft dir dabei

Ein bewährtes Werkzeug zur Einschätzung der Volatilität ist der Average True Range (ATR).

Der ATR zeigt dir die durchschnittliche Handelsspanne eines Marktes innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Dadurch erhältst du ein besseres Gefühl dafür,

  • wie stark sich ein Markt normalerweise bewegt,
  • wie weit dein Stop-Loss sinnvollerweise entfernt sein sollte,
  • welche Positionsgröße zu deinem Risiko passt,
  • und ob dein Trade ausreichend "Luft zum Atmen" hat.

Der ATR liefert keine Kauf- oder Verkaufssignale.

Er hilft dir jedoch dabei, dein Risikomanagement deutlich professioneller umzusetzen.

So gehen professionelle Trader vor 🎯

Viele Anfänger stellen sich zuerst die Frage:

„Wie viele Aktien soll ich kaufen?“

Professionelle Trader arbeiten genau andersherum.

Die Reihenfolge sieht in der Regel so aus:

  1. Den Einstieg festlegen.
  2. Den Stop-Loss bestimmen.
  3. Das Kursziel definieren.
  4. Das maximale Risiko pro Trade festlegen.
  5. Erst danach die passende Positionsgröße berechnen.

So wird jede Position an das eigene Risikomanagement angepasst – und nicht umgekehrt.

Die 1-%-Regel als Orientierung 💡

Viele Trader nutzen die sogenannte 1-%-Regel.

Das bedeutet:

Beträgt dein Tradingkonto beispielsweise 10.000 Euro, riskierst du pro Trade maximal 100 Euro.

Wie viele Aktien du dafür kaufst, ergibt sich anschließend automatisch aus deinem Einstieg, deinem Stop-Loss und der Volatilität des jeweiligen Marktes.

Deshalb gibt es auf die Frage „Wie viele Aktien sollte ich kaufen?“ keine allgemeingültige Antwort.

Die richtige Antwort lautet immer:

So viele, wie dein persönliches Risikomanagement zulässt.

Jede Position muss individuell berechnet werden

Ein hoher Aktienkurs bedeutet nicht automatisch ein hohes Risiko.

Genauso wenig ist eine günstige Aktie automatisch sicherer.

Für eine professionelle Positionsgröße solltest du immer mehrere Faktoren berücksichtigen:

  • die Volatilität,
  • den Abstand zum Stop-Loss,
  • deine geplante Haltedauer,
  • und dein maximales Risiko pro Trade.

Deshalb wird jede Position neu berechnet – unabhängig davon, ob du Aktien, Indizes oder Forex handelst.

Fazit: Erfolgreiches Trading beginnt beim Risikomanagement ✅

Die richtige Positionsgröße entscheidet häufig darüber, ob du langfristig erfolgreich handelst oder unnötige Risiken eingehst.

Professionelle Trader überlegen sich deshalb nicht zuerst, wie viele Aktien sie kaufen möchten. Sie definieren zunächst ihr Risiko, planen ihren Stop-Loss und berechnen erst anschließend die passende Positionsgröße.

Erst wenn diese Grundlage stimmt, wird der Trade überhaupt umgesetzt.

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Happy Trading und Investment!

Tim und dein TradingFreaks Team

Quelle: TradingFreaks

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