Home
Blog
Ein Trade am Tag: Wie ich mit einer klaren 7-Schritte Strategie US-Aktien handle

artikel

Ein Trade am Tag: Wie ich mit einer klaren 7-Schritte Strategie US-Aktien handle

Ein Trade am Tag: Wie ich mit einer klaren 7-Schritte Strategie US-Aktien handle

So finde ich mit klaren Regeln und wenig Zeit passende Short-Trades mit US-Aktien

Muss ich als Trader jeden Tag stundenlang vor dem Bildschirm sitzen, um interessante Chancen an den Märkten zu finden? Nein. Entscheidend ist nicht, wie lange ich auf die Charts schaue, sondern wie strukturiert ich vorgehe.

In diesem Beitrag zeige ich dir anhand eines konkreten Trades, wie ich US-Aktien für meine Strategie auswähle, welche Bedingungen für meinen Einstieg erfüllt sein müssen und wie ich mein Risiko begrenze. Dabei geht es um einen Ansatz, bei dem ich gezielt nach Aktien suche, die zuvor stark gestiegen sind, und anschließend auf eine mögliche Gegenbewegung setze.

Mein Ziel ist es, dir einen Einblick in einen strukturierten Trading-Ansatz zu geben, den du mit klaren Regeln und überschaubarem Zeitaufwand umsetzen kannst.

Wie das in der Praxis aussieht, zeige ich dir in meinem Video anhand eines konkreten Live-Trades:

‍

1. Die richtigen Aktien finden: Mein Screening vor dem Trade

Bevor ich einen Trade eröffne, muss zunächst eine Aktie gefunden werden, die zu meiner Strategie passt. Ich handle häufig US-Aktien und konzentriere mich dabei unter anderem auf Werte, die gerade frisches Momentum entwickelt haben.

Dafür nutze ich das Aktienscreening von TradingFreaks. Über den Trading-Kiosk kann ich gezielt nach Aktien suchen, die bestimmte Kriterien erfüllen.

Für das Beispiel aus dem Video verwende ich folgende Filter:

  • Mindestens 10 % Kursplus: Ich suche nach Aktien, die bereits einen deutlichen Anstieg hinter sich haben.
  • Mindestens 200.000 Handelsvolumen: Gerade vorbörslich ist ausreichend Liquidität wichtig, damit ich eine Position bei Bedarf wieder schließen kann.
  • Ein möglichst geringer Spread: Für meine kurzfristige Handelsweise ist es wichtig, dass die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs möglichst klein ist. Im gezeigten Beispiel liegt der Spread unter einem Cent.

Der Vorteil: Ich muss nicht wahllos zahlreiche Aktiencharts durchgehen. Stattdessen kann ich die Suche anhand meiner Kriterien eingrenzen und mich auf passende Kandidaten konzentrieren.

Dabei ist wichtig, dass ein Treffer im Screening noch kein Einstiegssignal ist. Er zeigt mir zunächst nur, welche Aktien ich mir genauer ansehen möchte.

‍

2. Meine Idee dahinter: Nach einem starken Anstieg auf fallende Kurse setzen

Die Grundidee meiner Strategie ist eine mögliche Gegenbewegung nach einem starken Kursanstieg.

Wenn eine Aktie innerhalb kurzer Zeit deutlich steigt, prüfe ich, ob sich daraus eine Gelegenheit für einen Short-Trade ergeben könnte. Bei einem Short-Trade setze ich auf fallende Kurse.

Meine These: Ein starker Anstieg kann sich unter bestimmten Bedingungen wieder abschwächen, insbesondere wenn kein entsprechender Nachrichtenimpuls dahintersteht. Daraus kann eine Bewegung zurück in Richtung des vorherigen Kursniveaus entstehen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede stark gestiegene Aktie anschließend fallen muss. Gerade bei relevanten Unternehmensnachrichten oder anhaltendem Momentum kann ein Kurs weiter steigen.

Deshalb versuche ich nicht, den exakten Höchstpunkt einer Aktie zu treffen. Das wäre mit erheblichen Risiken verbunden. Stattdessen warte ich auf ein konkretes Signal, das zu meinen vorher festgelegten Regeln passt.

‍

3. Mein Einstieg: Erst das Signal, dann der Trade

Im gezeigten Beispiel orientiere ich mich am VWAP, dem Volume Weighted Average Price. Dieser Indikator zeigt den volumengewichteten Durchschnittspreis eines Handelszeitraums.

Für meinen Einstieg reicht es nicht aus, dass eine Aktie stark gestiegen ist. Ich warte darauf, dass der Kurs den VWAP unterschreitet und eine Kerze unterhalb dieser Linie schließt.

Erst dann liegt das von mir gesuchte Signal vor.

Warum ist mir das wichtig? Weil ich nicht allein aufgrund der Vermutung handeln möchte, dass eine Aktie ihren Anstieg irgendwann wieder abgibt. Ich möchte eine konkrete Entwicklung im Kurs sehen, die meine Handelsidee unterstützt.

Der Ablauf ist damit klar:

  1. Ich suche nach US-Aktien mit einem starken Kursanstieg.
  2. Ich prüfe, ob die Aktie die Voraussetzungen meiner Strategie erfüllt.
  3. Ich warte auf die Unterschreitung des VWAP mit einem Schlusskurs darunter.
  4. Erst auf Basis dieses Signals kommt ein Einstieg infrage.

Die Regeln sorgen dafür, dass ich nicht aus Ungeduld handle, sondern auf eine vorher definierte Situation warte.

‍

4. Stop-Loss, Take-Profit und Positionsgröße: Das Risiko steht vorher fest

Noch bevor ich einen Trade eröffne, lege ich die wesentlichen Parameter fest. Dazu gehören der Stop-Loss, das Gewinnziel und die Positionsgröße.

Der Stop-Loss begrenzt den Verlust, wenn sich der Markt entgegen meiner Erwartung entwickelt. Das Gewinnziel definiert, wo ich Gewinne realisieren möchte. Die Positionsgröße bestimmt, wie viel Kapital ich in der Position einsetze.

Diese Entscheidungen gehören für mich zur Vorbereitung und nicht erst zu dem Zeitpunkt, an dem der Trade bereits läuft.

Im Live-Beispiel zeigt sich auch, warum das wichtig ist: Der Trade befindet sich zunächst zeitweise im Buchverlust. Das ist bei einer offenen Position möglich und bedeutet nicht automatisch, dass die Strategie nicht funktioniert.

Entscheidend ist, wie ich damit umgehe.

Ich verschiebe meinen Stop-Loss nicht weiter nach oben, nur weil sich der Trade zunächst gegen mich entwickelt. Dadurch würde ich das ursprünglich geplante Risiko nachträglich verändern.

Ein Trade muss nicht sofort funktionieren. Aber mein Risikomanagement muss von Anfang an stehen.

‍

5. Wenn sich der Trade in die richtige Richtung entwickelt

Als sich der Kurs im Beispiel in die gewünschte Richtung bewegt, passe ich das Risikomanagement an.

Ich ziehe den Stop-Loss auf das Einstiegsniveau. Damit sichere ich die Position gegen einen Verlust aus dem ursprünglichen Einstieg ab, sofern der Stop wie geplant ausgeführt werden kann.

Zusätzlich zeige ich eine Möglichkeit, Gewinne schrittweise zu realisieren: den Teilverkauf.

Dabei wird ein Teil der Position geschlossen, während der Rest weiterläuft. Im Video wird die Position beispielsweise halbiert. Der bereits realisierte Gewinn bleibt damit unabhängig davon bestehen, wie sich der verbleibende Teil anschließend entwickelt.

Den Rest der Position lasse ich weiterlaufen, solange der Markt es zulässt und meine Regeln eingehalten werden.

Das verdeutlicht einen wichtigen Punkt: Ich muss nicht versuchen, den gesamten Kursverlauf perfekt vorherzusagen. Stattdessen kann ich mit festgelegten Ausstiegsregeln arbeiten und die Position entsprechend managen.

‍

6. Geduld gehört genauso zur Strategie wie der Einstieg

Ein häufiger Fehler gerade bei Einsteigern ist die Erwartung, dass sich ein Trade unmittelbar nach dem Einstieg in die gewünschte Richtung bewegen muss.

Das ist jedoch nicht immer der Fall. Auch ein regelkonformer Trade kann zunächst im Verlust liegen oder eine Weile brauchen, bis sich die erwartete Bewegung entwickelt.

Deshalb ist Geduld ein wichtiger Bestandteil meines Ansatzes.

Wenn ich die wesentlichen Parameter festgelegt habe, muss ich nicht jede Kursbewegung permanent beobachten. Ich kann den Markt arbeiten lassen, solange meine Absicherung und die übrigen Regeln greifen.

Das hilft auch dabei, emotionale Entscheidungen zu vermeiden. Wer jede kurzfristige Schwankung verfolgt, gerät leichter in Versuchung, seine ursprünglichen Regeln zu verändern.

Dabei gilt: Geduld bedeutet nicht, Verluste unbegrenzt auszusitzen. Der Stop-Loss bleibt bestehen, und das geplante Risiko wird nicht nachträglich ausgeweitet.

‍

7. Warum ein Trade am Tag ausreichen kann

Für diese Strategie brauche ich keine große Anzahl an Trades. Wenn ich eine passende Gelegenheit finde, kann ein einziger Trade für meinen Handelstag ausreichen.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass jeder Trade profitabel ist oder dass ein Trade am Tag automatisch zu besseren Ergebnissen führt. Entscheidend ist, ob eine Strategie über viele Wiederholungen hinweg funktioniert und konsequent umgesetzt wird.

Deshalb bewerte ich eine Strategie nicht anhand einzelner Ergebnisse. Ich betrachte sie frühestens nach 100 Trades, bevor ich daraus belastbare Rückschlüsse ziehe.

Einzelne Gewinne oder Verluste sagen nur begrenzt etwas darüber aus, ob ein Ansatz langfristig tragfähig ist. Erst eine ausreichend große Anzahl von Trades ermöglicht es, die Ergebnisse im Zusammenhang zu betrachten.

Mein Anspruch ist daher nicht, jeden Tag einen Gewinn zu erzielen. Ich möchte eine Strategie handeln, deren Regeln ich verstehe, deren Risiken ich kenne und deren Ergebnisse ich systematisch auswerten kann.

‍

Fazit: Weniger Aktionismus, mehr Struktur

Der gezeigte Trade verdeutlicht, wie ich beim kurzfristigen Handel vorgehe: Ich suche gezielt nach Aktien mit starkem Momentum, warte auf ein definiertes Einstiegssignal und lege mein Risiko bereits vor dem Einstieg fest.

Dabei brauche ich nicht möglichst viele Trades oder stundenlange Bildschirmzeit. Viel wichtiger sind klare Kriterien, Geduld und die konsequente Umsetzung meiner Regeln.

Gerade für Menschen, die Trading neben ihrem Beruf lernen möchten, ist das ein wichtiger Gedanke. Ein strukturierter Ansatz kann dabei helfen, den Zeitaufwand überschaubar zu halten. Er ersetzt allerdings weder die notwendige Vorbereitung noch das Verständnis für die Risiken des Handels.

Wenn du selbst mit Trading starten möchtest, solltest du dir deshalb nicht einfach einzelne Einstiege aus einem Video abschauen. Entscheidend ist, dass du die Strategie dahinter verstehst, sie ausreichend testest und lernst, dein Risiko zu kontrollieren.

‍

Du möchtest Trading strukturiert lernen?

Bei TradingFreaks findest du weitere Informationen, Lerninhalte und Möglichkeiten, dich intensiver mit verschiedenen Handelsstrategien auseinanderzusetzen.

Informiere dich über unser kostenloses Webinar oder vereinbare ein unverbindliches Erstgespräch mit unserem Team.

‍

Happy Trading und Investment!

Tim und dein TradingFreaks Team

Quelle: TradingFreaks

Jetzt unser Trader-Training ansehen

Nicht mehr gefangen im Hamsterrad...

Erfolgreiches Daytrading ist keine Glückssache, sondern eine Fähigkeit, die man erlernen kann. Bei uns bekommst du das Handwerk von echten Vollzeittradern beigebracht

Jetzt Trader Training ansehen
Tim Grüger - TradingFreaks
4,9 · TÜV ISO 9001

Lerne uns kennen!

Trading ist NICHT einfach. Deshalb hat sich professionelle Unterstützung oftmals bewährt. Tauche mit uns in die Welt des Tradings ein und entfalte dein volles Potenzial.
Dein Weg zur finanziellen Freiheit beginnt hier und jetzt.

Jetzt zum kostenlosen Webinar!
oder Kennenlerngespräch buchen
Hinweis
Wir und ausgewählte Dritte setzen Cookies oder ähnliche Technologien für technische Zwecke ein und – mit Ihrer Einwilligung – für Nutzererfahrung sowie für personalisierte Werbung unter Verwendung personenbezogener Daten und Cookies, wie in der Cookie-Richtlinie beschrieben. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit erteilen, verweigern oder widerrufen, indem Sie auf die Kontrollfläche zugreifen. Im Fall der Ablehnung könnten bestimmte Funktionen nicht verfügbar sein. Verwenden Sie den „Zustimmen“-Button, um dem Einsatz solcher Technologien zuzustimmen. Verwenden Sie den „Ablehnen“-Button, um fortzufahren ohne zuzustimmen.
Hinweis
Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien für technische Zwecke sowie – mit Ihrer Einwilligung – für Analyse, Nutzererfahrung und personalisierte Werbung. Weitere Informationen finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.