Was ist ein Stop-Out im Trading?
Ein Stop-Out bezeichnet das automatische Schließen einer oder mehrerer offener Positionen durch den Anbieter, wenn eine definierte Margin-Grenze erreicht wird. Dabei werden Positionen nach den Margin-Regeln des jeweiligen Anbieters automatisch geschlossen. Wann ein Stop-Out ausgelöst wird und welche Positionen betroffen sind, hängt vom Anbieter, Kontomodell und Produkt ab.
Stop-Out einfach erklärt
Bei gehebelten Positionen muss ein Trading-Konto bestimmte Margin-Anforderungen erfüllen. Entstehen bei offenen Positionen noch nicht realisierte Verluste, kann dadurch die Equity sinken. Dadurch kann sich das Verhältnis zwischen Equity und erforderlicher Margin verschlechtern.
Wird eine vom Anbieter festgelegte Margin-Grenze erreicht, können offene Positionen automatisch geschlossen werden. Dieser Vorgang wird als Stop-Out bezeichnet. Welche Position zuerst oder in welchem Umfang Positionen geschlossen werden, richtet sich nach den jeweiligen Regeln des Anbieters.
Ein Stop-Out ist keine vom Trader selbst platzierte Ausstiegsorder. Die Schließung wird durch die Margin-Regeln des Kontos ausgelöst.
Einfaches Beispiel
Angenommen, ein Trading-Konto weist zunächst ausreichend Equity im Verhältnis zur erforderlichen Margin auf. Mehrere offene Positionen geraten anschließend in den Verlust und die Equity sinkt deutlich.
Erreicht das Konto dadurch die vom Anbieter festgelegte Stop-Out-Grenze, können eine oder mehrere Positionen automatisch geschlossen werden.
Welcher Schwellenwert gilt und nach welchen Regeln Positionen geschlossen werden, hängt vom Anbieter, Kontomodell und Produkt ab.
Stop-Out und Margin Call unterscheiden
Ein Margin Call bezeichnet einen Hinweis beziehungsweise ein Ereignis, wenn eine definierte Margin-Schwelle erreicht oder unterschritten wird. Ein Stop-Out bezeichnet dagegen die automatische Schließung von Positionen unter den dafür festgelegten Margin-Bedingungen.
Ein Margin Call bedeutet daher nicht automatisch, dass unmittelbar ein Stop-Out erfolgt. Eine separate Warnung muss einem Stop-Out nicht zwingend vorausgehen; die konkrete Abfolge richtet sich nach den Regeln des jeweiligen Anbieters.
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