Was ist Liquidität im Trading?
Liquidität beschreibt, wie gut ein Finanzinstrument beziehungsweise Markt gehandelt werden kann, ohne dass einzelne Orders den Preis stark beeinflussen. Bei hoher Liquidität sind typischerweise ausreichend handelbare Kauf- und Verkaufsangebote nahe am aktuellen Marktpreis verfügbar. Das kann die Ausführung von Orders erleichtern und mit engeren Spreads einhergehen. Bei geringerer Liquidität können Orders den Preis stärker beeinflussen und Ausführungen über mehrere Preisniveaus erfolgen.
Liquidität einfach erklärt
Ein liquider Markt zeichnet sich vereinfacht dadurch aus, dass ausreichend Kauf- und Verkaufsinteressen vorhanden sind und Orders vergleichsweise gut ausgeführt werden können. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Order automatisch sofort oder exakt zum erwarteten Preis ausgeführt wird.
Sind auf der relevanten Marktseite ausreichende Mengen nahe am aktuellen Preis verfügbar, kann eine Order ausgeführt werden, ohne dafür weit auf andere Preisniveaus ausweichen zu müssen. Ist weniger Liquidität vorhanden, können insbesondere größere Orders mehrere Preisniveaus benötigen und dadurch den erzielten Ausführungspreis beeinflussen.
Wie liquide ein Markt ist, kann sich beispielsweise mit der Handelszeit, der Marktaktivität und besonderen Marktsituationen verändern.
Einfaches Beispiel
Ein Trader möchte 100 Einheiten eines Finanzinstruments kaufen.
Sind auf der Verkaufsseite ausreichend Angebote nahe am aktuellen Preis vorhanden, kann die Order möglicherweise innerhalb eines engen Preisbereichs ausgeführt werden. Stehen dort dagegen nur wenige Einheiten zur Verfügung, müssen für die restliche Menge möglicherweise höhere Preisniveaus genutzt werden.
Das Beispiel zeigt, warum nicht nur der angezeigte Preis, sondern auch die zu diesem und benachbarten Preisniveaus verfügbare Menge für die Orderausführung relevant sein kann.
Liquidität, Spread und Slippage hängen zusammen
Liquidität bestimmt nicht allein, wie sich ein Markt bewegt. Sie steht aber in engem Zusammenhang mit wichtigen Bedingungen der Orderausführung.
In liquiden Märkten können Geld- und Briefkurs näher beieinanderliegen, während geringere Liquidität mit größeren Spreads einhergehen kann. Steht für eine Order am erwarteten Preis nicht genügend Liquidität zur Verfügung, kann die Ausführung auf weitere Preisniveaus ausweichen und dadurch Slippage entstehen.
Geringere Liquidität führt jedoch nicht automatisch zu einem bestimmten Spread oder zu Slippage. Entscheidend sind die konkrete Order, die verfügbaren Preise und die jeweilige Marktsituation.
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