Risiko

Was ist Korrelation im Trading?

Korrelation beschreibt, wie stark sich zwei Größen statistisch in die gleiche oder entgegengesetzte Richtung bewegen. Im Trading kann sie beispielsweise zeigen, ob sich zwei Märkte häufig ähnlich, gegensätzlich oder weitgehend unabhängig voneinander entwickeln. Korrelation hilft dadurch, Zusammenhänge zwischen Positionen besser einzuordnen, sagt aber nicht voraus, wie sich ein Markt künftig bewegen wird.

Korrelation einfach erklärt

Wenn sich zwei Märkte häufig in eine ähnliche Richtung bewegen, spricht man von einer positiven Korrelation. Bewegen sie sich häufig in entgegengesetzte Richtungen, ist die Korrelation negativ. Besteht kein klarer statistischer Zusammenhang, liegt die Korrelation näher bei null.

Häufig wird Korrelation mit einem Wert zwischen -1 und +1 dargestellt. Ein Wert nahe +1 steht für einen starken gleichgerichteten Zusammenhang, ein Wert nahe -1 für einen starken gegenläufigen Zusammenhang. Ein Wert nahe 0 deutet darauf hin, dass kein ausgeprägter linearer Zusammenhang erkennbar ist.

Für Trader ist das besonders relevant, wenn mehrere Positionen gleichzeitig offen sind. Zwei Trades können auf den ersten Blick unabhängig wirken, aber stark von ähnlichen Marktbewegungen beeinflusst werden. Dadurch kann das tatsächliche Gesamtrisiko stärker gebündelt sein, als es die Anzahl der einzelnen Positionen vermuten lässt.

Einfaches Beispiel

Ein Trader hält gleichzeitig zwei Positionen in Märkten, die sich über einen bestimmten Zeitraum häufig in die gleiche Richtung bewegt haben.

Steigen beide Märkte oft gemeinsam und fallen sie auch häufig gemeinsam, besteht eine positive Korrelation. Entwickeln sich beide Positionen gleichzeitig gegen den Trader, können dadurch mehrere Verluste zur selben Zeit auftreten.

Die beiden Trades verteilen das Risiko deshalb nicht automatisch nur dadurch, dass sie in unterschiedlichen Märkten eröffnet wurden.

Was zeigt Korrelation – und was nicht?

Korrelation beschreibt einen statistischen Zusammenhang innerhalb der betrachteten Daten. Sie erklärt jedoch nicht automatisch, warum zwei Märkte gemeinsam reagieren.

Außerdem ist eine gemessene Korrelation nicht dauerhaft fest. Marktbedingungen, betrachteter Zeitraum und wirtschaftliche Zusammenhänge können sich verändern. Märkte, die in einer Phase eng zusammenlaufen, können sich später deutlich unabhängiger entwickeln.

Korrelation ist deshalb vor allem ein Werkzeug zur Einordnung von Zusammenhängen und möglicher Risikokonzentration – keine Vorhersage für die nächste Kursbewegung.

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