Kryptowährungen – Übersicht und Kommentar

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Bitcoin

In keinem Jahr wurde so viel über Kryptowährungen gesprochen, diskutiert und berichtet wie in 2017. Für alle, die den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen haben wir eine Übersicht der größten und verbreitetsten Kryptowährungen erstellt.

Mit diesem Beitrag möchte ich dich dabei unterstützen, beim Thema Kryptowährungen Licht ins Dunkel zu bringen. Es folgt eine Übersicht der großen Kryptowährungen und ein Kommentar.

1. Der Bitcoin ist nicht nur die bekannteste, sondern auch die verbreitetste Kryptowährung weltweit. Seit 2009 wurden rund 174 GigaBytes an Bitcoins „erzeugt“. Das ergibt eine Marktkapitalisierung von 298.538 Mio. US-Dollar, die für einen Marktanteil von 55,5% sorgt.

2. Mit 12,4% Marktanteilen bei einer Marktkapitalisierung von rund 66.963 Mio. US-Dollar befindet sich der Ethereum auf Rang zwei der Kryptowährungen. Diese, seit 2015 erzeugte Menge benötigt aktuell 172 GigaBytes an Plattenspeicher.

3. Und schon geht es in die Nischen-Währungen. Auf Platz 3 befindet sich Ripple mit einem Marktanteil von 5,8%. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von 31.229 Mio. US-Dollar.

4. Neben dem klassischen Bitcoin gibt es seit 2017 auch die Währung BitcoinCash. Sie hat aktuell einen Marktanteil von 5,5%. Das entspricht einem Marktwert von 29.531 Mio. US-Dollar.

5. Der seit 2011 existierende LiteCoin sorgt bei einem Marktanteil von 3,1% aktuell für eine Marktkapitalisierung von 16.768 Mio. US-Dollar. Diese lassen sich aktuell in rund 11 GigaByte Datenspeicher abbilden.

6. Auf Platz 6 befindet sich die deutsche Kryptowährung IOTA, die mit einem Marktanteil von 2,0% eine Marktkapitalisierung von aktuell 10.723 Mio. US-Dollar hat.

Auf den Folgerängen befinden sich Währungen wie Dash, Cardano, NEM und Bitcoin Gold, welche einen Marktanteil von jeweils unter 1,3% innehaben. Allein im Jahr 2017 kamen neben Bitcoin Cash noch unbekannte Kryptowährungen wie Cardano, Bitcoin Gold, EOS, Populous, ImiseGO und Hshare hinzu.

 

Warum ich Kryptowährungen beobachte

Das eigentlich spannende an Kryptowährungen ist für mich Blockchain Technologie, die durch den Bitcoin zu großer Bekanntheit gelangte. Mit Hilfe einer Blockchain demokratisiere ich Informationen. Im Falle des Bitcoins wird das Orderbuch bzw. die Transaktionshistorie auf Tausenden, Zehntausenden oder sogar Millionen von Rechnern gespeichert. Verkaufe ich ein Bitcoin, so wird auf diesen Rechnern bzw. bei den Mittelsmännern geprüft, ob ich die zu verkaufende Anzahl an Bitcoins überhaupt besitze. Sagt der Großteil der Mittelsmänner „Ja“, dann wird die Transaktion durchgeführt und an die Mittelsmänner übertragen. Verschlüsselt und Revisionssicher.

Die Demokratisierung der Information findet statt, in dem ich beim Handel mit Bitcoins nicht ein Kontrollorgan (bspw. die EZB) habe, sondern eben eine große Anzahl an Mittelsmännern, die mir den Besitz der entsprechenden Bitcoins bescheinigen. Zudem hat jedermann die Möglichkeit, selbst als Mittelsmann zu agieren. Notwendig sind lediglich die entsprechende Rechenleistung.

Wenn ein Mittelsmann auf die Idee kommt, das Orderbuch bzw. die Information zu manipulieren, so fällt dies beim Durchführen einer Transaktion auf und alle anderen Mittelsmänner können mit dem Finger auf den Manipulator zeigen.

Kryptowährungen als Spekulationsobjekt

Leider sind Kryptowährungen zu Spekulationsobjekten verkommen. Das bietet aufgrund der hohen Volatilität zwar reichlich Chancen für Trader, macht die Währung als Zahlungsmittel allerdings zunächst unglaubwürdig. Was edel begann, nämlich als demokratisches, anonymes und sicheres Zahlungsmittel, ist zu einem reinen Spekulationsobjekt geworden. Würdest du heute deine Pizza etwa mit Bitcoins zahlen, wenn die Chancen ganz gut stehen, dass der Bitcoin in den nächsten Monaten weiter bergauf geht und die Pizza dann mal eben statt 8€ (in Bitcoins) locker 20€ (in Bitcoins) kostet? Ich jedenfalls nicht.

Kryptowährungen sind eine dicke, fette Blase

Das kann schon sein. Blasen zeichnen sich dadurch aus, dass sie erst nach dem platzen bemerkt werden. Und wenn es soweit kommt, dann wird man auch die Krypto-Blase erst dann bemerken. Die jüngsten Kursentwicklungen sind aus meiner Sicht kein Zeichen für eine Blase. Rasantes Wachstum muss irgendwann mal skeptisch beäugt werden und genau das scheint bei Kryptowährungen jetzt der Fall zu sein. Schaut man sich die Berichterstattung der letzten Tage und Wochen an, so bemerkt man, dass einige Kryptowährungen massive Sicherheitslücken vorwiesen und anfällig für Datendiebstahl durch Hacker waren. Ich sehe das als Chance, Kryptowährungen zu stärken, Technologien zu optimieren und durch diese Erfahrungen die Idee des demokratischen Zahlungsmittels weiter zu festigen.

Meine Hoffnung

Ich hoffe inständig, dass Kryptowährungen ihren Reiz als Spekulationsobjekt verlieren und sich die Anbieter wieder auf die ursprüngliche Intention konzentrieren können. Ich habe nämlich keine Lust mehr, Geldtransfer über langsame Banken laufen zu lassen, die wir genau dafür nicht mehr brauchen.

 

PS: Wenn du doch Lust hast mit Kryptowährungen zu spekulieren, dann haben wir hier noch ein paar Tipps und Tricks zum Thema Trading:

 

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