DAX, Yen und die Spielchen des Donald Trump

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In Zeiten von politischer Unsicherheit erkennt man ein bestimmtes Verhalten an den Märkten. Wie DAX, JPY und Co. reagieren und welche Chancen uns die verbalen Gefechte bieten, erfährst du hier.

Der Februar und auch die ersten Tage im März sind geprägt von politischer Unsicherheit.

Der Japanische Yen markiert ein Hoch nach dem anderen. Der DAX hat seit Mitte Januar in der Spitze knapp 2000 Punkte vom Allzeithoch verloren, erholt sich aber immer wieder erstaunlich schnell.

Das ist mal gut und mal schlecht für die Börsen. Gut ist es häufig für Scalper und Daytrader, die auf Basis von Momentum eine kurze Strecke mitnehmen wollen.

Schwieriger wird es für Swingtrader, die einen möglichst sauberen Trendkanal mitnehmen wollen.

Bedanken sollten wir uns beim Präsidenten der USA. Donald Trump hat seit der gewonnen Wahlnacht im November 2016 viel verkündet und (bislang) wenig umgesetzt.

Doch immer wieder werden die Märkte nervös, unsicher und demnach volatil, wenn er ein neues Thema über Twitter und Co veröffentlicht, dessen Auswirkungen für die ganze Welt spürbar wären.

Wir hatten die Provokationen rund um Nord Korea, Mexiko und Kanada (NAFTA). Das neuste Thema: Strafzölle auf Stahlimporte.

Die Kurse einiger Aktiengesellschaften, die viel Stahl in die USA exportieren, sind bereits gefallen.

Doch damit nicht genug, denn auch die Handelspartner der USA, darunter die EU, lässt erstaunlich scharfe Töne erklingen und provoziert damit einen Handelskrieg.

Die EU will im Gegenzug nun Strafzölle auf US-Importe einführen. Betroffen sind Bourbon, Textilien, Erdnussbutter, u.v.m.

Warum eigentlich speziell diese Waren?

Wer genauer hinschaut erkennt ein mögliches Muster. Diese „Strafe“ der EU betrifft hauptsächlich US-Konzerne aus Bundesstaaten, die als Trump-Befürworter gelten.

Und nun?

Wer die Aussagen und das Verhalten von Trump in den letzten Jahren beobachtet hat, wird bemerkt haben, dass er eine Strategie der Intransparenz führt. Er möchte bewusst unberechenbar bleiben.

Das ist für alle Handelspartner, Politiker, aber auch die heimischen US Firmen schwierig, denn niemand weiß, was der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika letztendlich umsetzt und in welchem Ausmaß.

 

Welche Auswirkungen hat es auf die Märkte?

Wenn wir einen Blick auf die Aktienmärkte werfen, bieten sich viele Tradingchancen. Egal ob ich als Trader nun einen fundamentalen oder einen technischen Ansatz verfolge, letztendlich benötigen fast alle Setups Volatilität.

Die Nachrichten sorgen immer wieder für Volatilität und damit für gute Setups. Als Trader sollte ich mit einem ordentlichen Newsfeed arbeiten, um Informationen schnell erhalten und verarbeiten zu können.

Wenn ich eine Nachricht empfange, muss ich mir immer die Frage stellen:

Wie relevant ist diese Nachricht jetzt für die Märkte?

Sofern ich einen großen Einfluss vermute, kann ich mir im nächsten Schritt einzelne Aktiengesellschaften suchen, die davon betroffen sind und die Price Action im Chart beobachten.

Sofern die Kurse nach Auftauchen der News tatsächlich volatil wurden, habe ich in der Regel gute Tradingchancen.

Gleiches gilt auch für den Forex Markt.

Im Forextrading sorgen politische Nachrichten für Auf- und Abwertungen der entsprechenden Währungen.

Dabei gilt pauschal: Unsicherheiten und Nervosität sorgen für ein Risk-Off Sentiment.

Marktteilnehmer suchen nach sicheren Anlagen und wählen entsprechende Assets. Dazu gehören der japanische Yen, der Schweizer Franken, aber auch Gold.

Im umgekehrten Fall ( Risk On Sentiment) sollte der USD, der AUD, der CAD und die Aktienindizes Zulauf finden.

Für Trader ist es wichtig, regelmäßige Trading Ideen zu produzieren und nur die besten Setups wirklich umzusetzen.

Auch wenn die Themen politisch hochbrisant sind:

Wir sind Trader.

Wir traden.

In dem Sinne viel Erfolg und gute Trades!

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