Wie du den richtigen CFD Broker findest

Es gibt heutzutage eine Vielzahl an CFD Broker, doch welche sind die „Richtigen“? Welche Faktoren sind neben Service, Gebühren und Herkunft besonders wichtig?

 
 
Noch nie ist es für Privatanleger so einfach gewesen, an der Börse aktiv zu sein. Speziell das Internet macht es möglich nahezu 24 Stunden am Tag zu handeln.

In den letzten Jahren sind in Deutschland eine Menge neuer Online-Broker auf den Markt gekommen.

Um Finanzinstrumente handeln zu können, benötigst du einen solchen Broker, da du als Privatperson nicht direkt über die Börse handeln kannst.

Doch wie finde ich unter den vielen Werbeangeboten den für mich richtigen Broker?

In diesem Artikel werde ich dir 6 wichtige Kriterien zeigen, die du bei der Auswahl des Online Broker beachten solltest.
 
 

1. Einlagensicherung

Wie bei einem einfachen Tagesgeldkonto solltest du auch im Rahmen des Brokerage auf die Absicherung deines Geldes achten.  Viele CFD Broker betreiben nicht nur die einfache Maklerfunktion in dem An- und Verkaufskurse vermittelt werden, sondern betreiben auch Eigenhandel.

Ein aktuelles Beispiel wie gefährlich der Eigenhandel für die Kundengelder werden kann, haben wir im Rahmen der Abwertung des Schweizer Franken erlebt. Mehrere Broker haben diesen Tag nicht überlebt und sind in die Insolvenz gegangen. Kundengelder sind verbrannt worden.

Achte also darauf, dass dein Broker einer angemessenen, staatlichen Einlagensicherung unterliegt.

 
 

2. Zuverlässige Servicehotline

Was wir im 21.Jahrhundert eigentlich als gegeben voraussetzen, entspricht noch lange nicht der Realität.

Im Bereich des Kundenservice sparen viele Anbieter Kosten ein.

Was machst du aber, wenn die Website oder die Software des Brokers plötzlich ausfällt und du in einer hektischen Marktphase gerade jetzt schnell reagieren musst, z.B. durch Glattstellen von Positionen?

Ein guter Broker sollte immer auch einen schnell erreichbaren Telefonservice bereitstellen, selbst wenn du ihn nur einmal im Jahr in Anspruch  nehmen musst!

 

3. Website, Software und App

Neben dem gerade erwähnten Telefonservice sollten auch eine gut strukturierte Website, Software und auch eine App nutzbar sein. Wenn alle drei Tools verfügbar sind, ist ein Ausfall in einem Bereich durch die anderen Anwendungen kompensierbar.

 

4. Einwandfreie Kursstellung

Die Stellung von Kursen durch den Broker funktioniert in ruhigen Marktphasen in der Regel gut und zuverlässig. Was aber, wenn bewegende Nachrichten, wie Verkündungen von Notenbankmaßnahmen (Quantitative Easing, Leitzinserhöhungen) anstehen?

Ich habe es oft erlebt, dass Trader dann von ihrem Broker im Stich gelassen werden.

In solchen Phasen bewegen sich Indizes innerhalb von Sekunden auch mal um 100 Punkte bzw 1-2% in die ein oder andere Richtung.

Um so bitterer ist es, wenn du wie ein wilder auf den Kauf-Button drückst, aber es passiert einfach nichts, weil dein Broker keine Kurse gestellt bekommt.

Noch schlimmer ist es, wenn du eine bestehende Position glattstellen musst, da du die Gefahr des Drawdowns erkennst, aber hier ebenfalls nicht reagieren kannst und die Position ordentlich ins Minus läuft.

 

5. Market  Maker

Ist dein CFD Broker Market Maker?

Wenn ja, dann stellt er die Kurse auf eigene Faust. Ist das gut?

Nicht unbedingt, denn dann kann er mit seiner Kursstellung vom zugrunde liegenden Index (bspw. Dax-Xetra) abweichen.

Wenn man ihm jetzt noch unterstellen möchte, dass er zu jedem Trade des Kunden die exakte Gegenposition einnimmt und sogar gegen seinen Kunden wettet, dann würde ich vielleicht doch einen anderen Broker auswählen.

Weitere Arten von Brokern sind Dealing Desk, ECN (Electronic Communication Network, IB (Introducing Broker) und STP (Straight Through Processing).

6. Kulanz in Härtefällen

Hast du schon mal einen SL gesetzt, der vom CFD Broker gezogen wurde, obwohl der Kurs nicht annähernd an diesem Punkt stand?

Ob es sich hier um einen „Man-kann-es-ja-mal-versuchen-“ Trick des Brokers handelte sei mal dahin gestellt. Viel wichtiger ist für mich, dass er anschließend gelassen und kulant mit der Rückabwicklung der Order umgeht.

 

Fazit:

Brokerage verlangt genauso ein gegenseitiges Vertrauen, wie allgemeine Bankgeschäfte auch.

Es geht nicht immer nur um die Frage der Kosten. Natürlich sollten die Spreads und Finanzierungskosten in einem vernünftigen Rahmen liegen, Meines Erachtens sind die o.g. Faktoren aber mindestens genauso wichtig.

Das Gesamtpaket muss einfach stimmen.

Eine gute Übersicht sowie die Möglichkeit auf  Kickback-Zahlungen findest du z.B. auf www.brokerdeal.de.

Diese Liste kann man mit Sicherheit noch ausbauen, aber wenn dein Broker diese 6 Punkte bereits einhält, dann hast du eine gute Wahl getroffen!

Welche wichtigen Merkmale oder Erfahrungen hast du noch als Ergänzung?
 
 


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www.festgelddeutschland.com
 

4 thoughts on “Wie du den richtigen CFD Broker findest”

    • Hallo Franco,

      ich bin oder war bisher bei folgenden Brokern:
      – ActivTrades PLC
      – Admiral Markets UK Ltd.
      – JFD Brokers Ltd.
      – RoboTrade Ltd. / RoboForex

      Für mich persönlich konnte bisher nur ActivTrades PLC richtig überzeugen. Sie:

      – haben eine hohe Einlagensicherung
      – öffnen am Sonntag pünktlich den Markt und schließen am Freitag den Markt nicht früher
      – keine Gebühren bei Aus- und Einzahlungen
      – keine Nachschusspflicht
      – faire Spreadkosten
      – sind ansässig in England (London)
      – haben deutsche SEPA Konten auf denen überwiesen werden kann, dies beschleunigt und vereinfacht Überweisungen da diese bei Deiner Bank / Sparkasse nicht als Auslandsüberweißung angesehen werden
      – bieten einen guten deutschen / internationalen Support

      Würde ActivTrades PLC für Dich persönlich in Frage kommen? Falls nicht würde ich mich freuen wenn Du schreibst warum nicht und was Dir fehlt? Die obigen Vorteile sind natürlich meine persönlichen Ansichten die ich mit der Zeit selbst festgestellt habe, dass diese mir am wichtigsten sind. Jeder hat da sicherlich andere Faktoren / Prioritäten.

      Viele Grüße
      FjodorForex

  • Hallo FjodorForex,

    danke für die vielen Infos.

    Mir ging es hauptsächlich darum, dass ich ähnlich wie Tim es geschrieben hat, etwas misstrauisch bin wenn Broker als MarketMaker agieren. Mir ist es halt lieber, wenn Kurse 1:1 von einem regulierten Index wie Xetra übernommen werden.

    Die genannten Punkte von dir finde ich auch wichtig, sodass ich mir ActiveTrades mal genauer anschauen werde.

    Danke und Gruß
    Franco

  • Mir ist noch eine Sache eingefallen!

    Wenn Ihr Hedging betreibt dann müsst ihr darauf achten dass euer Broker in ein und dem selben Asset sowohl Long als auch SHort Trades zur gleichen Zeit erlaubt.

    Ein Beispiel:
    Wenn ich eine Long Position im Dax habe und später mal schnell einen Short Scalp machen möchte, dann würde ich beim Drücken des „Sell-Buttons“ nicht Short gehen, sondern erstmal meine bestehende Long Position verkaufen, obwohl ich das vielleicht gar nicht wollte.

    Ausweichen könnte man diesem Problem, indem man über den Future des jeweiligen index die Gegenposition aufbaut, allerdings dann wieder mit dem zeitlichen Risiko.

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