Trading Plan – Kostenlose Vorlage zum Download

Ein Trading Plan ist ein wichtiger Bestandteil für jeden erfolgreichen Trader. In diesem Beitrag erfährst du, welche Elemente ein Trading Plan beinhalten muss und erhältst ein Beispiel Muster im PDF Format.

 
 
 
Gerne stellen wir dir hier unseren eigenen Trading Plan (PDF) kostenlos zur Verfügung!

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Trading ist schwer. Ich würde sogar sagen: Sau schwer.

Jeden Tag stürzen sich neue Trading Anfänger in das Börsengetümmel und träumen von der ersten Millionen. Nach ein paar Gewinntrades, die fast jeder Einsteiger verbuchen kann (ich frage mich immer warum..) kommt dann mit zunehmender Dauer die erste Schwächephase.
 
 
Was beim letzten Trade geklappt haben muss, muss doch dieses mal auch funktionieren, oder?
 
 
Nein, leider nicht. Es gibt kein Muster, dass immer und immer wieder zum Erfolg an der Börse führt. Das Spiel ist (eigentlich) ganz einfach: Mal gewinnt man. Mal verliert man. In Summe sollte der Gewinn größer sein als der Verlust.
Wenn wir vom potenziellen Ziel des Profi Traders sprechen, dann reden wir oft von „nachhaltigem Erfolg“, „funktionierendem Setup“, „positivem Track Record“, usw.
 
Damit ist nicht gemeint, dass jeder Trade ein Volltreffer wird, sondern nach vielen Monaten oder Jahren des Tradings ein Kontoplus zu verzeichnen ist und dieses nicht durch einen überlegten Monstertrade sondern durch viele kleine, ans Risikomanagement angepasste Trades zu Stande kam.
 
Wer es nicht auf Anieb schafft, sein Kapital zu vermehren, ist nicht zwangsläufig ein schlechter Trader.
 
Ich behaupte sogar, dass jeder erfolgreiche Trader in seiner Tradingkarriere einmal einen Margin Call des Brokers bekommen haben muss.

Dieses emotionale Schreckensszenario hilft vielen Tradern dabei, die Gedanken und Gefühle neu zu ordnen, an den gemachten Erfahrungen mental zu wachsen und schließlich den nächsten Schritt gehen zu können.

Wichtig ist, nach einer Kontopleite zu reflektieren, warum es zu diesem Absturz kam, welche Lehren man daraus ziehen kann und ob man bereit ist, dieses Fehlverhalten in Zukunft zu unterlassen.

Für diesen Schritt ist der Trading Plan wie gemacht.
 
 

Was ist der Trading Plan?

 
Der Trading Plan ist in erster Linie ein Hilfsmittel für dein Trading. Er stellt eine Art Trading Tagebuch dar, in dem sämtliche Handelsaktivitäten, aber auch Gedankengänge und Entscheidungswege protokolliert werden.
 
 
Der positive Nebeneffekt:

Dadurch, dass du fortan jeden eingegangenen Trade protokollierst und in gewisser Weise auch rechtfertigst, neigst du weniger zu „Sinnlos-Trades“ und konzentrierst dich eher auf solche Trades, die deinem Setup entsprechen.

Ob du den Trading Plan in Excel, in Word oder handschriftlich auf einem Notizblock führst, ist völlig egal. Es bieten sich auch Apps oder Projektmanagement Tools an. Er sollte aber übersichtlich und relativ schnell auffindbar sein.
 
 

Die wichtigen Funktionen eines Trading Plans:

 
Ein strukturierter Trading Plan kann die Performance des Traders positiv beeinflussen.

Jeder Trader, der langfristigen Erfolg an den Märkten haben will, muss drei wesentliche Dinge beachten.
 
 

  1. Ein eigenes, funktionierendes Setup entwickeln
  2. Gedanken und Emotionen steuern
  3. Disziplin und Geduld entwickeln

 
 
In allen drei Bereichen kann dir ein Trading Plan weiterhelfen. Die Hauptaufgabe des Plans ist es, dir ein regelmäßiges Feedback über deine abgeschlossenen Trades zu geben.

Damit du die Informationen zu den einzelnen Trades nicht umsonst niedergeschrieben hast, ist es wichtig, regelmäßige „Reviews“ zu betreiben.

Dieses Nachlesen und Nacharbeiten machst du am besten in ruhigen Marktphasen oder am Wochenende. Ziel dieser Aufarbeitung ist, die richtigen Schlüsse aus den einzelnen Trades zu ziehen und deine Verhaltensweisen zu trainieren.
 
 

Was muss in einem Trading Plan stehen?

 
Es gibt keinen festen Ansatz der dir vorschreibt, wie ein Trading Plan auszusehen hat. Der Trading Plan muss sich an dein Setup anpassen.
 
 
In den meisten Plänen sind aber folgende Themen enthalten:
 

  • Trading Setup – Damit hältst du fest, welchen Markt du handelst, in welcher Zeiteinheit du handelst und welche Art von Trade du eingehst (z.B: Scalp, Daytrade, Swingtrade).
  • Beste Gelegenheit – Wann ist der beste Zeitpunkt? Warum nicht warten? Wie sehen die Fundamentaldaten aus? Wie sieht der Chart aus (Unterstützungen/Widerstände, Formationen, Preis-Levels)?
  • Trade Management – Wie viel Risiko gehst du ein? Wo liegen Stopp Loss und Take Profit? Schreibe deine wichtigsten Regeln auf
  • Überzeugungs-Level – Wie hoch ist dein Selbstbewusstsein bei diesem Trade? Hältst du es mental aus, wenn der Kurs sich anders entwickelt? Bilde eine Skala von 1-10 und setze dein Überzeugungslevel bei diesem Trade fest.
  • Ergebnis – Wenn der Trade vorbei ist, hältst du das Ergebnis fest. Gibt es Gründe für das Ergebnis?
  • Review – Was waren deine Gedanken vor – und während des Trades? gibt es Dinge die du verändern musst?

 
 
Beachten wir die einzelnen Kriterien noch etwas genauer:

Das Trading Setup legt fest, was du überhaupt handelst. Scalpst du den DAX oder handelst du wichtige Wirtschaftsnews im Forexmarkt? Dazu gehört auch die potenzielle Haltedauer und die dazugehörige Zeiteinheit (1 Min, 5 Min, 1h, ..).
 
 
Die beste Gelegenheit befasst sich mit dem möglichst optimalen Zeitpunkt für einen Trade-Einstieg. Je nach Ansatz kann das der Fall sein, wenn bestimmte Nachrichten im Newsfeed auftauchen, Wirtschafsdaten extrem positiv/negativ ausfallen oder im Chart bestimmte Formationen oder Preislevel erreicht werden.
 
Ebenso sollte man sich auch regelmäßig vor einem Einstieg die Frage stellen: „Habe ich diesen Trade nötig? Ist er wirklich kompatibel mit meinem Setup?“ Es ist keine Schande, einen Trade einmal auszulassen.

Beim Trade Management kommt das überlebenswichtige Risikomanagement ins Spiel. Wie viel Geld riskierst du bei diesem Trade, in Relation zur Kontogröße? Wo platzierst du sinnvollerweise Stop Loss und Take Profit? Wann ziehst du den SL nach und in welchem Fall beendest du den Trade manuell?

Das Überzeugungslevel betrachtet dein Selbstbewusstsein bei einem Trade. Nur wenn du eine gesunde Portion Selbstbewusstsein hast, wirst du es aushalten, wenn der Trade nach Eröffnung erst einmal gegen dich läuft. Das hohe Selbstbewusstsein erlangst du in der Regel, wenn alle definierten Kriterien deines Setups zutreffen.

Es bedeutet aber nicht, deine Positionsgröße drastisch zu erhöhen! Denn letztendlich entscheidet der Markt, wo es hingeht und ein „Hier könnte/müsste/sollte der Markt jetzt definitiv steigen/fallen“ wird ganz schnell bestraft!

Das Ergebnis präsentiert die nackten Zahlen. Hast du den Trade im Gewinn oder Verlust geschlossen? Wie ist der Eurobetrag und wie der Punkte- bzw. Pip-Wert?

Abschließend hältst du im Review deine Gedanken vor, während und kurz nach dem Trade fest. Wann ist dein Puls in die Höhe geschossen, wie hat sich dein Überzeugungslevel verändert? Gab es bestimmte Verhaltensweisen von dir?

Diese Merkmale können natürlich noch erweitert werden, doch in Summe darf es nicht zu kompliziert werden. Zwecks Vergleichbarkeit der einzelnen Trades solltest du ein erstelltes Muster konsequent nutzen und alle Bereiche ausfüllen.

 
 

Wie und wann nutze ich den Trading Plan?

 
Ich habe zu Beginn meiner Protokollierung wirklich jedes kleinen Detail aufgeschrieben. Auch Scalps habe ich dort protokolliert. In hektischen/volatilen Phasen habe ich mehrere Trades in der Stunde getätigt und konnte mich nachher nicht mehr an jedes Detail erinnern.

Ich habe daraufhin (ungewollt) eine Woche lang gar keinen Trade mehr im Trading Plan vermerkt. Die Folge? Keine gute Performance und Trades, die nicht mehr meinem Setup entsprachen.
 
Auch hier fängt das Thema Disziplin bereits an. Nach der anfänglichen Euphorie des „magischen“ Trading Plans neigt man dazu, die Protokollierung schleifen zu lassen.

Entwickle deinen eigenen Trading Plan und teste ihn ab deinem nächsten Trade. Wie oder wann füllst du ihn aus? Passt deine Trading Strategie zeitlich dazu?

Finde heraus, ob du die Protokollierung vor oder direkt zu Beginn des Trades startest und jeden neuen Gedanken sofort vermerkst, oder erst nach Abschluss des Trades deinen Review schreibst.

Letzteres funktioniert nur, wenn du ein gutes Gedächtnis hast und dich an viele Details erinnern kannst.

Ziel muss es sein, wirklich jeden Trade im Trading Plan zu protokollieren.
 
 

Fazit:

 
Ein Trading Plan hilft dir nicht nur bei der Vollendung deiner Trading Strategie, sondern wird vor allem deine Geduld und Disziplin fördern, da du bei konsequenter Führung stetig daran erinnert wirst, nur solche Trades einzugehen, die das beste Chance-Risiko-Verhältnis offenbaren.

Des Weiteren hast du nach einigen Wochen und Monaten ein werthaltiges Trading Tagebuch erschaffen, dessen Inhalt du dich regelmäßig widmen solltest. Das bedeutet, dass du dir deine Trades in einer ruhigen Minute noch einmal zu Gemüte führst und reflektierst.

Achte dabei nicht nur auf Fehltrades sondern auch auf positive Trades. Damit ist deine psychologische Komponente ausgeglichen und dein Angstzentrum wird bei nachfolgenden Trades nicht zwingend aktiviert.
 
 
 
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Unser Trading Plan Muster kannst du sofort verwenden und je nach Belieben um eigene Kriterien und Eigenschaften erweitern.

Du hast zusätzliche Informationen oder Ideen? Dann nutze das Kommentarfeld!

 
 
 
 

 

Tim Grueger

Tim ist sowohl Gruender von tradingfreaks.com als auch Trader. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat bereits fuer mehrere Banken gearbeitet. Tim handelt mit CFDs, FX sowie ETFs und betreut ebenso Depots privater Investoren.

 
 
 

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